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Zeitgenossen Newton’s.
293. Von Halley’s physikalischen Verdienstenmöchte ich zuvörderst hervorheben, dafs wir ihm in derOptik die erste allgemein gültige Formel für die Brenn-und Vereinigungsweiten der Strahlen bei allen sphärischenLinsen und Spiegeln verdanken; er gab diese Formel inden Philos. Transact. von 1693. Bis dahin hatte man sichnach Barrow’s und Anderer Vorgang noch immer zur Lösungdieser Aufgabe der schwerfälligen geometrischen Methodebedient, welche nöthigt jeden einzelnen Fall besonders zubetrachten. Halley's Formel umfafst alle Fälle, sobald mandie Dicke der Gläser vernachlässigt und nur diejenigenStrahlen betrachtet, die einen kleinen Winkel mit deroptischen Axe machen, was auch für die Betrachtung derFernröhre meistens genügt. Seine Formel kommt im We-sentlichen mit der in Biot III, 250 überein:
wo 8 und 8' die Objekt- und Bildweite, r und r' die Halb-messer der beiden Linsenflächen, und n den Brechungs-exponenten bezeichnet.
Ferner verdankt man Halley auch die ganz artigeBeobachtung, dafs das Meerwasser, während es ein grünesLicht reflektirt, ein komplementäres rothes durchläfst. Ermachte diese Beobachtung im J. 1716, als er sich miteiner Taucherglocke bis zu einer beträchtlichen Tiefe insMeer hinabliefs, und daselbst seine Hände ganz roth er-scheinen sah. Halley verband mit diesem Unternehmendie Absicht, die Kunst unter Wasser zu leben zu vervoll-kommnen. Dazu gab er nicht nur der Taucherglocke eineverbesserte Einrichtung, sondern ersann auch ein Verfah-ren sie mit frischer Luft zu versehen. Im J. 1721 kamer nochmals auf den Gegenstand zurück, und beschriebeine Taucherkappe, eine Vorrichtung, die in roher Gestaltzwar schon sehr alt ist, die man aber seitdem sehr ver-bessert hat, und gegenwärtig in vielen Fällen der Taucher-glocke vorzieht, wenn es sich darum handelt Dinge vomMeeresgründe herauf zu schaffen *).
*) Philosoph. Transactions 1716, 1721.