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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Zeitgenossen Newton’s.

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China anstellte *), aber man kam noch nicht auf den Ge-danken auch diese Inklinationen graphisch darzustellen.Erst Joli. Karl Wilcke (geh. 1732 zu Wismar , gest. 1796zu Stockholm ) veröffentlichte 1768 in den schwedischenAbhandlungen die erste Neigungskarte.

Dagegen erfuhr die Kenntnifs des Erdmagnetismus inanderer Weise zu Jlalley’s Lebzeiten eine Erweiterung,deren Erwähnung ich hier für um so pafslicher halte, alssie von einem Manne ausging, der auch sonst in mehr-facher Beziehung zu Halley stand. Es war dies die Ent-deckung der täglichen Variation der magnetischenDeklination durch Graham, über den ich zuvörderst einekurze biographische Notiz voranschicken will.

George Graham war geboren 1675 zu Horsgills beiKirklinton, Cumberlaud. Er war von niederem Stande,und kam 1688 nach London zu einem Uhrmacher in dieLehre. Hier entwickelte er so viele mechanische Talente,dal's Tompion, damals der berühmteste Uhrmacher Londons ,derselbe, welcher wie früher erwähnt im J. 1675 die ersteTaschenuhr in England mit Hooke ’scher Spiralfeder an-fertigte (§ 237), ein ganz besonderes Interesse für ihnfafste, ihn in sein Haus aufnahm und wie seinen Sohn be-handelte. Graham verfertigte für das Observatorium zuGreenwich unter Halley eine bedeutende Anzahl für dieZeit vortrefflicher Instrumente, namentlich einen grofsenMauerquadranten, den er mit eigener Hand theilte; so auchden grofsen Sektor, mit welchem Hradiey die Aberrationder Fixsterne entdeckte, und einen Theil der Mefsinstru-mente, namentlich Uhren, welche die Franzosen zu ihrerGradmessung in Lappland anwandten.

Er verfertigte auch für den Lord Orrery ein Plane-tarium, welches so viel Beifall erhielt, dafs es seitdem Sitteunter den englischen Grofsen wurde ihre Bibliotheken mitsolchen Kunstwerken zu zieren, und oft an 1000 Lstrl.dafür zu zahlen. Solche Planetarien werden seit jener Zeit

') Fischer, Gesch. d. Phys. III, 539,