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Geschichte der Physik : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin / J. C. Poggendorff
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Zeitgenossen Newton’s.

denen, die in der Folge nützliche Erfindungen für dieSchifffahrt machen würden. Harrison überlebte seinenTriumph noch geraume Zeit, er starb 1776 im 83. Lebens-jahr.

298. Kehren wir nach dieser Diskussion wieder zuHalley zurück, um seine fernerweitigen Verdienste im Ge-biet der Physik und physikalischen Geographie näher zubetrachten. Da ist es denn zunächst das um die Vervoll-kommnung der Theorie des barometrischen Höhen-messens, welches wir hervorheben.

Mariotte hatte den ersten Grund zu dieser Theoriegelegt, indem er in seinem Essai sur la natare de l’air,Paiis 1676 erstlich experimentell bestimmte, wie hoch dieLuftschicht sei, welche dicht über dein Erdboden einerBarometer-Differenz von ^ par. Linie entspreche, und dannaus dem nach ihm benannten Gesetz berechnete, wie hochjede der folgenden Luftschichten sei, welche einer gleichenBarometerdifferenz entspricht (§ 212). Der Weg, denMariotte einschlug, war so unrecht nicht, er hätte nur dieHöhe der Luftschichten für noch kleinere Barometerdiffe-renzen in Betracht ziehen dürfen; allein im weiterenVerfolg dieser Idee blieb er stecken, und kam ganz aufAbwege. Er vermochte nicht die Summe der Höhen allerLuftschichten zwischen den unteren und oberen Stationenanzugeben, und nahm daher für diese Höhen eine arithme-tische Reihe an. Bemerkenswerth ist, dafs Mariotte wohleinsah, man könne die wachsenden Höhen der einzelnenLuftschichten nach der Regel finden, wodurch man dieLogarithmen berechne, aber doch nicht weiter an den Ge-brauch der Logarithmen dachte.

Neun Jahre später übergab Halley der königlichenGesellschaft eine Abhandlung über das barometrische Höhen-messen, in welcher die von Mariotte begonnene Theoriewesentlich vervollkommnet wurde. Er ging dabei von einergeometrischen Betrachtung aus, die näher zu kennen nichtohne Interesse sein dürfte. Nach dem Mariotte’scheu (Boyle-scheu) Gesetze ist v:v'=p';p, unter v, v' Volumina, p, p'