Cassini.
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Cassini dirigirte nicht allein nach seines Vaters Todedie im J. 1718 beendigte Meridianmessung, sondern auchdie im J. 1735 ausgeführte Längengradmessung von Strai's-burg nach Brest , und veröffentlichte über die erstere denTraiU de la grandeur et de la figure de la terre, Paris 1720.
Er erreichte wie sein Vater ein hohes Alter und würdevielleicht ebenso lange wie dieser gelebt haben, wenn ihnnicht auf der Strafse das Unglück getroffen hätte, über-gefahren zu werden, in Folge dessen er am 15. April 1756zu Paris starb. Sein Sohn
Cesar Francois Cassini, geb. 1714 zu Paris , trat indie Fufstapfen des Vaters und Grols vaters, und wird ge-wöhnlich zur Unterscheidung von ihnen Cassini de Thnrygenannt, nach Thury dem Landgute seines Vaters. SeinName hat sich zunächst erhalten durch die Revision, dieer gemeinschaftlich mit La Caille an dem in Frankreich von 1700 bis 1718 gemessenen Meridian vornahm, undderen Resultate in den Mem. de Paris von 1744 veröffent-licht sind. Noch bekannter ist er durch die Generalkartevon Frankreich geworden, zu der er auf Befehl Lud-wig’s XV. im J. 1750 die topographischen Vermessungenmit einer jährlichen Bewilligung von 40000 Frcs. begann,hierauf von 1756 an, da der Staat nichts mehr beizutragenvermochte, sie mit Hülfe einer Aktien-Gesellschaft weiterführte, und bis zu seinem Tode fortsetzte, ohne sie ganzvollendet zu haben.
Dieses Unternehmen, in solcher Grölse das erste seinerArt, verschaffte ihm einen so grofsen Ruf, dais ihn derKaiser Franz I. im J. 1760 nach Wien einlud, um fürseine Staaten ein ähnliches vorzubereiten. Auch gab esVeranlassung, dals die Engländer ebenfalls eine Vermessungin ihrem Lande zum Anschluss an die französische be-gannen, wodurch u. A. auch die von General Roy ange-fangene und von Mudge beendete Gradmessnng herbei-geführt wurde (§ 311).
Als Mitglied der Akademie, und nach des Vaters Todeals Direktor der Sternwarte, war er für die Astronomie