Akustik.
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ander folgen, vielleicht ein jeder durch die nächst folgen-den beschleunigt werde. Diese Meinung war offenbarirrig, denn wenn dem so wäre, so müfsten höhere Töne,bei denen die Impulse schneller aufeinander folgen, rascherfortgepflanzt werden als tiefere, was doch nicht der Fallist. Euler selbst sah dies später ein, und nahm seineMeinung zurück in der Abhandlung De la propagation duson, Mim. de Berlin 1759, allein damit blieb der Wider-spruch bestehen.
Nach Euler nahm Lagrange den Gegenstand auf, undschrieb darüber zwei Abhandlungen: Recherches sur la pro-pagation du son, Miscellanea taurinensia I. 1759 und Nou-velles recherches sur la prop. etc., ibicl. II. 1762. In derletzten Schrift glaubte er, der Widerspruch liefse sichwohl heben, wenn man annehme, das Mariotte’sche Gesetzsei nicht ganz richtig, die Luft sei in einem geringe-ren Verhältnifs als dem der Drucke koinprimirbar, oder
Dagegen meinte Sulzer in Berlin 1 ), die Luft
müsse hierzu in einem stärkeren Verhältnifs als dem derDrucke komprimirbar sein. Diese Ansicht war offenbarfalsch, die von Lagrange aber richtig, nur mufste aller-dings zuerst nachgewiesen werden, dal's das Mariotte’scheGesetz in dem angegebenen Sinne unrichtig sei und zwarso stark, als es zur Hebung des Widerspruchs erfor-dert wird.
Dies mufs Lagrauge selbst späterhin nicht für wahr-scheinlich gehalten haben, denn in seiner letzten Abhand-lung über diesen Gegenstand sucht er die Abweichungder Theorie von der Erfahrung davon abzuleiten, dal's diebisherigen Messungen fehlerhaft seien 2 ). Das war aberein Vorwurf, der bei näherer Prüfung auch nicht Stichhalten konnte, denn wenn gleich die Messungen nicht denletzten Grad von Genauigkeit besai'sen, so konnten siedoch unmöglich um g des ganzen Werthes irren. Lagrailge’s
*) Mem. de Berlin 1753.
2 ) Ibid. 1786.