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oder Franklin’schen Theorie erwies, gab in seinen späterenArbeiten 1762 und namentlich 1777 der Dufay’schen ent-cbieden den Vorzug 1 ), welche überall die Symmer’sche ge-nannt und als solche verbreitet worden ist.
Wenn auch einige Naturforscher besonders unter denEngländern noch bei der Franklin’schen Theorie blieben,wie z. B. Cavallo in A complete Treatise on Electr. 1777,oder sich neutral verhielten wie Priestley , History of elec-tricity, London 1767, 1770 , so hat doch nach und nachdie dualistische Theorie den vollständigsten Sieg über dieunitarische davongetragen wegen der Leichtigkeit, mit dersie sich allen bisherigen Erfahrungen anschmiegen läi'st,obwohl kein aufgeklärter Physiker heutigen Tages, wennman ihn aufs Gewissen fragte, würde schwören mögen,dafs es wirklich zwei elektrische Flüssigkeiten gebe.
353. Der zuletzt genannte Joseph Priestley war geb.1733 zu Fieldhead bei Leeds in Yorkshire als Sohn einesTuchfabrikanten. Er war anfangs zum Kaufmannsstandebestimmt, aber eine religiöse Ueberspannung, die er vonseiner Mutter geerbt zu haben scheint, trieb ihn zu dengeistlichen Studien. Hätte er sich willig den Lehren derenglischen Hochkirche gefügt, so würde er auf dieser Lauf-bahn wohl bald in den Hafen der Ruhe eingelaufen sein,aber sein skeptischer und streitsüchtiger Charakter ver-leitete ihn bald dahin, dafs er als offener Gegner der herr-schenden Lehre auftrat. So konnte er es denn nur zumPrediger bei einigen dissentirenden Gemeinden bringen, inwelchen er der unduldsamste Apostel des Socianismusward, und hätte er nicht später an dem Lord Shelbourne,dem nachmaligen Marquis von Landsdown, der ihn zuseinem Kaplan annahm, einen grofsmüthigen Beschützergefunden, so würde seine äufsere Lage noch mifslichergeworden sein als sie es war.
’) Schwedische Abhandlungen, XXXIX, S. 63.