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Laßt uns dem Einzelnen Bürgermuth einflößen, und zn dem Endelaßt uns ihm eine Bürgererziehnng geben.
Ich bringe ein Hoch vem Bürgcrmnihe und der an Vorbildern dieserTugend so reichen Stadt Genf .
Genf , wir lieben dich, denn kein Volk hat jenen Muth in so hohemGrade bewährt, als daö dcinige! (Bravo !)
Herr Piot aus dem Waadtlande bringt der Marseillaise ein Hoch,denn sie ist, sagt er, die Befreiungshymue des Volkes.
Herr Borgeaud, ebenfalls aus dem Waadtlande:
Bürger! Es gilt dem Tage, an dem die Republiken hinlänglich er-starkt sein werden, um in der Univcrsalrepublik ihre Mutter zu er-kennen!
Noch liegt dieser schöne Aag weit in nebelgrauer Ferne. Sahen wirnicht noch jüngsthin die französische Republik mit brndermörderischemArm die Schwestcrrepnblik Rom hinwürgen, den Bundeörath gegen dieunglücklichen Flüchtlinge Hetzjagd halten?
ES gilt dem letzten Tage, an dem dergleichen Thatsachen vorkommenwerden! (Bravo !)
Herr Düchosal:
Bürger! Eidgenossen! Mein Hoch gilt der Wahrheit.
Ohne Wahrheit keines Duldsamkeit, ohne Wahrheit keine Freiheit.Ohne Wahrheit und Aufrichtigkeit keine Brüderlichkeit. (Beifall.)
Bei Gelegenheit eines Toastes auf die Duldsamkeit hat man auf die-ser Rednerbühne von der Vaterstadt Calvin's gesprochen.
Calvin war ein Mann, der wohl einige Wahrheiten ins Leben ein-führte, aber er ließ auch Servetj'verbrennen; die Wahrheit aber ist duld-sam, und.vor der Wahrheit war Scrvct nicht schuldig.
Ohne^Duldsamkeit gepaart mit Wahrheit gibt es keine Demokratie.Vor der.Wahrheit'müffcn wir Alle daö Knie beugen. Taucht eine neueIdee aus, so unterwerfe man sie der Feuerprobe der Wahrheit. Bestehtsie dieselbe, dann mag'.sie auch vor den Menschen bestehen.
Die Wahrheit ist demokratisch..Sie will, sie begünstigt die DiskussionJeder Bürger^darf seine persönliche Meinung frei aussprechcn, aber dasallgemeine Stjmmrechtverleiht dcnStempclder wahren Wah rheit(Anhaltender Beifall.)