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Ausflug nach den vulkanischen Gebirgen von Aegina und Methana im Jahre 1866 / von W. Reiss und A. Stübel ; nebst mineralogischen Beiträgen von K. von Fritsch
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die immer eine mehr oder weniger regelmässige Anordnung er-halten, gebildet wurden, wie auch dadurch, dass die kesselförmigeVertiefung keine, für das Hervorquellen feurigflüssiger Massennoch jetzt nachweisbare, vermittelnde Rolle gespielt hätte.

Die ganze neue Ausbruchsmasse hat, um es nochmals zuwiederholen, die grösste Aehnlichkeit mit den in historischenZeiten zu Sautorin gebildeten Inseln. Eine zähflüssige Trachyt-lava quoll langsam aus einer Oeffnung der Erdoberfläche hervor,staute sich über dem Ausbruchspunkt zu einem stumpfen, abersteilen Kegel auf, von welchem aus, dem Abhänge des Gebirgesfolgend, die nachdrängende, glüliendfliissige Masse sich stromartigausdehnte. Ein solcher Trachytstrom stellt nach seiner Er-starrung einen schmalen Gebirgszug dar, der leistenartig demalten Lande aufgesetzt ist. Die Seitenahhänge haben meist über30° Neigung und die Mächtigkeit überschreitet das bis jetzt fürLavaströme angenommene Maximum. So besteht z. II. der Kai-meni-Ivegel Methanas aus einer Trachytmasse von über 200 MetresHöhe; denn die relative Höhe der Lavamasse ergab sich anihrer Siidostseite gemessen zu 20G Metres, während sie überdem auf der Südseite gelegenen Thalboden 253 Metres er-reicht, so dass bei Berücksichtigung aller Verhältnisse die mitt-lere Mächtigkeit des Stromes wohl zu 100150 Metres angenom-men werden darf.

Bei diesen Masseneruptionen zähflüssiger Gesteine spielendie Dampf- und Gasexplosionen, sowie die durch dieselben er-zeugten Producte, eine nur untergeordnete Rolle. Die Masse derschlackig ausgebildeten Blockkruste des stromartigen Theiles derLaven und die der Auswürflinge an den äusseren Abhängen deskegelförmigen Berges ist verschwindend klein, wenn man sie mitder Masse der dichten, ergossenen Lava vergleicht. Konntenwir auch nirgend auf der neuen Ausbruchsmasse und nur aneiner Stelle am Nordfuss des Kegels in den alten Gesteinen dieEinwirkung von Fumarolengasen beobachten, so ist es dochaugenscheinlich, dass auch hier die kesselartige Vertiefung daseigentliche Eruptionscentrum, nämlich den Ort bildete, an welchemdie Feuererscheinungen, Dampfexplosionen und die Entwicklung