Genie »nd Irrsinn.
ES ist unzweifelhaft, daß die Beobachtung dieser undähnlicher, von: Volke natürlich falsch aufgefaßter und miß-deuteter Thatsachen die Völker des Altertums veranlaßte,Narren wie von höherem Geiste Besessene zu verehren.Außer der Geschichte bezeugen dies zum Überfluß die Worteim Griechischen, navi und mssugau im Hebräischenund niKriata im Sanskrit, in denen die Bedeutungen„Irrsinn" und „Prophetengabe" miteinander verschmelzen.
Felix Plater behauptete, Personen gekannt zu haben,die, obgleich sie sich in irgend einer Kunst auszeichneten,dennoch Narren waren und dies verrieten, indem sie, buh-lend um das Lob ihrer Mitmenschen, zu den absonderlichstenund verwerflichsten Mitteln griffen; unter anderen war eram Hofe sowohl einem berühmten Baumeister und Bild-hauer als einem mit Recht gepriesenen Musiker begegnet,welche beide Narren waren (Observationss iu twm. affset.1641, lid. 10.). Viel merkwürdigere Beispiele noch sam-melte F. Gazzoni im sogenannten Hospitals äst kolliiueuradili (Spital der unheilbaren Geisteskranken); seinWerk wurde von Longoal im Jahre 1620 übersetzt.
In einer uns näher liegenden Zeit wiederholte auchPascal, daß die höchste Stufe des Genies dem Wahnsinnnahe liege und am Ende seines Lebens ward er selbst zumBeweise der von ihm ausgesprochenen Wahrheit. AndereBelege brachte Hecart in seinen Ltultitiaus., ou pstitsdidlivKrspdis äss Isious äs Valsuoienuss, pur un üomwseu äsmenos, 1823, indem er auf seine Genossen hinwies,die närrisch und gelehrt waren wie er. Dasselbe thatDelapierre, ein leidenschaftlicher Büchersammler, der einehöchst interessante llisloirs littsraire äss Ions (1860)schrieb. Zwei hervorragende Schriften in diesem Sinneverfaßten Forgues (Rsvus äs l?aris, 1826) und ein Un-bekannter, der seine Arbeit, unter dem Titel Skstodss inLeälam, in London bei Sherevord, 1873, erscheinen ließ.
Neuerdings bewiesen Lalüt, im Osmou äs Koorats