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Genie und Irrsinn.
groß gewesen sein, denn ich fühlte meine Waden zittern,was mir seit langer Zeit nicht vorgekommen ist." Peterder Große war Gesichtsverzerrungen unterworfen, die inder furchtbarsten Weise nicht nur die Züge seines Ant-litzes, sondern auch den Blick seines Auges entstellten.
Von Carducci schreibt Paul Mantegazza: „Sein Ge-sicht gleicht oft einem wahren Vulkan, die Augen schleudernBlitze, das Zucken der Muskeln erweckt die Vorstellungeines mächtigen Erdbebens (bsimonoinm s Llimios, 1881).
Ampere war nur imstande, seine Gedanken, wenn erauf- und abging und auf diese Weife seinen ganzen Körperin Bewegung brachte, zu ordnen, (^.ra^o, II, S. 87).
Es ist eine bekannte Thatsache, daß der Niederschlagfester Stoffe, besonders der ursa.*), sofort nach einem An-falle von Irrsinn in bedeutender Menge im Urin auftritt;und eben dieselbe Erscheinung tritt nach angestrengter gei-stiger Arbeit ein.
Golding Bird schon hatte beobachtet, daß sich im Urineines englischen Predigers, der die ganze Woche über sichkeiner angestrengten Arbeit hingab und nur Sonntags dieKräfte seines Geistes bei der festtäglichen Predigt übte, anjenem Tage viel Phosporsäure vorfand, während der-selbe Stoff an andern Wochentagen bei ihm fast vollständigfehlte. Später stellte Smith durch wiederholte Experimentefest, daß bei jeder Gcistcsanstrcngung die Urea im Urinzunimmt, was auf einen auffällig klaren Berührungspunktzwischen Irrsinn und Genie hinwies.
Dieser bedeutende Abfluß von Urea und noch mehrjene gegenseitige Rückwirkung der Kräfte auf den Stoff unddes Stoffes aus die Kräfte, die sich in der ganzen organi-schen Welt bethätigt, bietet uns zugleich die Erklärungeiniger anderen Erscheinungen, die, seltsam genug, sich bei
*) Diese Thatsache wurde auch im weiteste» Maße in meinerKlinik bestätigt. Siehe Lull« orins äe§Ii alisuati v. C. Lombroso,Napoli, 1864-