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Genie und Irrsinn in ihren Beziehungen zum Gesetz, zur Kritik und zur Geschichte / von C. Lombroso ; mit Bewilligung des Verfassers nach der 4. Auflage des italienischen Originaltextes übersetzt von A. Courth
Entstehung
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128
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Genie und Irrsinn.

holte ihn aber wieder ein und machte ihm Vorwürfe dar-über, daß er das in ihn gesetzte Vertrauen getäuscht habe.Ich wollte nur die Schnelligkeit meiner Beine prüfen,"entgegnete er.

Eine hysterische Frau A. R. hatte eine große Anzahlentwendeter Gegenstände, unter welchen sich Taschentücher,Stöcke, Garn, Hüte, und zwei aufeinander genähte Kleiderbefanden, in der Matratze ihres Bettes verborgen.

Was machen Sie mit den Stöcken?" frug man sie.

Die Stöcke dienen mir, um das Bett zu stützen undum die Blätter, mit welchen es gefüllt ist, aufzuschütteln."

Und mit den übereinandergenähten Kleidern?"

Dieselben schützen mich vor der Kälte."

Und die Taschentücher, die Stricknadeln, das Garn?"

Ich bin dem Müßiggang nicht zugethan und wollte michbeschäftigen."

Und die Hüte?"

Sie sollten mir dienen, um meine Geräte aufzu-heben."

Ein gewisser L.... litt an Liebeswahnsinn.

Woher kommt Ihre Abneigung gegen Ihre Frau?"

Mit einem Weibe, welches uns verraten hat, zusammen-zuleben, ist eine Tugend, welche die Kräfte des Menschenübersteigt. Und ich will nicht verschieden von den übrigenMenschen sein."

B. B. leidet an chronischer Manie. Sie ist über 70 Jahrealt und hat ihre sämtlichen Zähne verloren. Trotzdemführt sie fortwährend die unzüchtigsten Reden. Wir machtenihr Vorwürfe darüber und stellten ihr vor, daß sich solcheReden für ihr Alter nicht mehr schickten.

Aber was sprecht ihr zu mir von Alter!" antworteteSie.Ich habe ja noch nicht einmal Zähne."

U. V. ist der Dichter eines Irrenhauses und schreibtin ganz vernünftiger Weise, nur daß seine Versfüße zu-