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Genie und Irrsinn.
die ersten Anfälle vorüber waren, wurde er trübsinnig undbegann höchst wohlklingende aber sinnlose Verse zu schrei-ben.*) Er verfaßte eine Tragödie, in welcher etwa sechzigPersonen handelnd und redend auftraten, wo Archimedes dem Garibaldi, Karl Felix der Eva und dem biblischenDavid, Teja dem Saul begegnet; außerdem treten in dieserMonstretragödie auch unsichtbare Personen, wie zum Bei-spiel Sterne und Kometen auf, welche sich indes des Spre-chens nicht enthalten.
Folgende sonderbare Frage wird an Archimedes ge-richtet:
„Die Unterwelt hast du verlassen, sprich', wo weilest du?Oder vielleicht entfliehst du über rauhe Felsen hinweg?Wenngleich du, gleich einem Atlethen, eines Tages denGöttern einen Engel mit feuerglühenden Federn ent-gegensandtest, so ist dennoch bis heute der Tyrann desHimmels nicht ermüdet.... Wenn das Dunkel dich
*) Folgende Zeilen werden dem Leser gestatten, sich einen Begriffzu machen von dem, was eben in diesen Tagen aus seiner Federkommt:
81 äs-rs. u.1 tuo wertn ullors. od.'1o sard al VatiLLno.
(Dich, der du mich als den größten Dichter zu preisen pflegtestdich will ich unter meinen Schutz nehmen, und wenn ich im Vaticanfitzen werde, soll der Lorbeer deine Verdienste lohnen.)
Was seine Prosa anbetrifft, führen wir die folgenden erst vorkurzem geschriebenen Zeilen an, aus welchen der Größenwahnsinnsehr deutlich redet:
„Der einzige ehrliche Mensch, den es giebt, den man aber auch alswahnsinnig oder ehrgeizig bezeichnet, gleich als ob ich von allen an-dern Menschen, die in der That Lief unter mir stehen, als Gott ver-ehrt werden könnte, bin ich, der hier unterzeichnete M., welcher nichtPapst, nicht König, nicht Präsident einer Republik, sondern Gegnerund Verächter jeder Regierung und ihrer Form, jeder Partei und.ihrer Anhänger ist. Ich, der Sohn eines Vaters, welcher Bauer mr 'zu F . . .einer Stadt, die man von der Oberfläche der Erde ver-tilgen sollte, ohne selbst die Mückenrasse zu verschonen."