lich herrscht in den Gesteinen des Schwarzwaldes derfleischrothe Feldchath vor. Die härtern , meist krystalli-nischen Quarzkörner erhielten; sich unversehrt, bei derZerstörung des Gesteins. Sie erlitten, AbttMdungen anden Kanten , ohne alle krystallinische Flächen zu verlieren,als durch den vereinten Einfluß der Verwitterung, undder Bewegung der Gewässer, die Feldspaththeile, undzum Theil auch der Glimmer, in eine Thonmasse umge-schaffen wurden, welche nunmehr das Bindemittel derwenig veränderten Quarzkörner bildet. Zu erklären bliebenur noch die vorherrschende, offenbar dem Eisenoxyd an.gehörende braunrothe Farbe unseres Sandsteins. Das Ei.scnoxyd ist zwar auch in den Schwarzwälder Urfelsarte»in großer Menge vorhanden, wie schon ihre röthlichenFarben darthun. Noch in größerer Menge muß sich aberdas Eisen in minder oxydirtem. Zustande vorfinden, inwelchem es dem Gestein andere Farben ertheilt. Somüßte namentlich der Eisengehalt der dunkel gefärbtenGlimmerarten, welcher vielleicht zum Theil aus ihnenverschwindet, wenn sie durch Verwitterung silberweißwerden, wieder aufgefunden werden. Bei den Verwitte-rungen , die mit Hülfe des Wassers und der atmosphäri.scheu Luft unter unsern Augen vorgehen, verwandelt sichaber daS Eiscnoxydul nicht in das rothe Eisenoxyd, so«,der« in das braune und gelbe Eisenoxydhydrat. Wennman also auch von dem Eisengehalte des rothen Sand-sicinS Rechenschaft zu geben im Stande wäre, so bleibteö immer noch eine rächselhaste Erscheinung, daß diesesEisen als rothes Oxyd, und nicht als Hydrat sich dar-stellt , und daher die vorherrschenden Farben des Sand-steins die rochen, «nd nicht die braunen und gelben sind.
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Buch
1 (1821) Uebersicht der Beschaffenheit der Gebirgsbildungen in den Umgebungen von Basel : mit besonderer Hinsicht auf das Juragebirge im Allgemeinen / von Peter Merian
Seite
21
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