geruugSfolge des Jurakalkstein- au- der frühern Ansichtgezogen hatte.
ES bleiben folglich nur noch die Gründe, die manvon der Beschaffenheit des Jurakalksteins selbst herleite«te. Diese scheinen mir aber so schwankend, daß ich sehrdaran zweifle, ob man sie je für erheblich genug gehal-ten hätte, wenn sie die einzigen gewesen wären. Und inder That, man könnte beinahe behaupten, daß die Kalk-steine des Jura, und vornehmlich die Gebirgsarten un-serer dritten und vierten Gruppe, die man allein kann-ie, als man jene Vergleichuug vornahm, weniger Aehn-lichkeit mit dem Raubkalke haben, als mit den meistenandern Norddeutschen Kalksteinbildungen. Der Rauhkalkzeichnet sich aus durch die Menge der in ihm enthalte^nen Höhlen; da nun in der Juraformation, hauptsäch-lich in ihren jünger» Kalksteinabänderungen, ebenfalls hieund da Höhlen wahrgenommen werden, so glaubte manhierin eine merkliche Uebereinstimmung beider Kalkstein«bildungen anzutreffen, und der Jurakalk mußte, wie derThüringische Rauhkalk, den Namen Höhlenkalk er-halten. Abgerechnet aber davon, daß Höhlen in den mei-sten, sonst äußerst verschiedenartigen Kalksteinformalionenangetroffen werden, war es wohl etwas gezwungen, dieHöhlen im Jurakalke mit den gar viel häufigern, dieungleichartige Gesteinsmasse wunderbar durchziehendenHöhlungen des RauhkalkS in Uebereinstimmung zu brin-gen-
Als daher vor einigen Jahren Hr. Hofrath Haus-mann, mein verehrter Lehrer, bei seiner Schweizerreiseauch den Jura besucht hatte, erhob er sich gegen dieseherrschende Ansicht, und erklärte den Jurakalk mit demNorddeutschen Muschelkalk für identisch, und folg-