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Joh. Caspar Fuesslins ... Verzeichnis der ihm bekannten schweitzerischen Inseckten / Johann Caspar Füssli
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IV
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Mein schäzbahrster Freund !

^§ie stehe» im Begriff, alle Infecten, welche in der Schweiz gefunden und von Ihnen beschrie-ben worden, durch den- Weg der Presse ihren Freunden, und zugleich allen Liebhabern der Natur-historie bekannt zu machen. Sehr willkommen und erwünscht muß ein solches Geschenk demdenkenden Publico und unentbehrlich ihren Correspondeuten seyn; denen Sie hiemit auf einmal eineMenge Zweifel benehmen, und sie in den Stand fetzen, mit Ihnen alsdenn ganz bestimmt zu er-kennen, welche, unter der grossen Zahl der in der Schweiz gefundenen, in andern Ländern entwe-der gar nicht, oder doch höchst selten angetroffen, welche mithin im strengen Verstand Schweize-rische Infecten genennt zu werden verdienen.

Ob dieselben eine grössere oder kleinere Anzahl ausmachen, - wie merkwürdig oder unmerkwür-dig sie seyn, das wird sich hernach schon zeigen; anizt liegt die Sache noch im Zweifel. Vielleichtmag andern sehr befremden, was uns alltäglich scheint. Nur in der ganz kleinen Entfernung Z * *von W * * trifft das schon ein; dieses oder jenes Insect wird am einten Orte ungemein häusilg, amandern, bei gleichen, wenigstens gleich scheinenden Umständen, ungemein selten angetroffen. Ob-sich Monisten vorn einten Orte am andern verbürgern liessen, wäre, ohne Stöhrung der politischenBalance, leicht zu versuchen, und sollte, läßt sich denken, sich bald zeigen, ob der Zufall oder natür-liche Gründe Schuld an diesem Umstände wären, vorläuffig bin ich geneigt, in den mehresten Fällen,der leztern Meinung beizupflichten:'s So bald die Opuantia bei uns wild wächst, werden wir für dieCochenille' nicht sorgen dürfen; bis dahin müssen wir- mit dm Schild - und Blattläusen vorlieb neh-men: Vielleicht wenn wir Geschicke und Geduld Hätten, könnten uns diese in der Färberey undMahlerey die Cochenille ersetzen.

Ein Amerikaner bewundert den prächtigen Priamus vielleicht eben so wenig, als wie wir den weif-srn Kohlschmetterling; aber der Mohr ftuzt über den Meisten, und der weisse Mensch hält denSchwarzen für etwas ganz außerordentliches.. Von stutzender, starrender Bewunderung gleich ferne,und ganz in der unpartheyischen mitte,- steht hingegen der Kosmopolit, dem es weder um Schwei-zerische noch' Ittdisthe Infecten zu thun seyn kan, aber um alle jede zu kennen, ihre eigeneGestalt, ihre Anzahl, Lebensart, Alter, Zeit, Nutzen, Schaden, mit einem Wort alles, im#einem jeden eigen ist. Der entfernte Freund der Naturhistorie wird in dem grossen Verzeichnis vonInfecten,- welche wir m der Schweiz- geftmden haben, nicht lauter unbekannte , seltsam gestaltete,Andern meistens solche- finden, die auch m andern Ländern, ja in allen vier WclUheilen wohnen z