H9
«velchen ein jeder mit den Dubhämmeen vol-lends zurechte geschlagen, und nachher poliretwird. Wo einige davon löchricht geworden, so.werden diese Löcher zugelöthet, welche Löthungeben so starck hält, wie der Meßing selbst.Diejenige aber, welche gar nichts taugen, wer-den wieder auf die Brennhütte zum Abfall gcge«
. den. Auf dem Bereithanse werden auch aller«Hand andre jmeßingene Gwäthschaften, alsDurchschlüge, Kellen, u. f. w. verfertiget.
Die Drathstangeir werden in der Brach«
! ziehstube zuerst noch dünner geschnitten, undnachher durchs Drarhziehwerck gezogen, wo-durch sie länger und dünner werden. Da aberdas Meßing durst) öfteres Bearbeiten immerspröder wird, so werden die Drache, nachdemsie einmal durchgezogen, wieder geglüet, und! dadurch geschmeidig erhalten. Zugleich aber bö»kommen sie vom Feuer eine grauschwartze Farbe.Die Nadeldrache aber, weil sie hart seyn müs«
- sen, kommen nicht ins Feuer, sondern werden,wenn sie dünn gnug sind, dreymal umS Schei-benwerck gezogen, wodurch sie eine ungemeineHärte erlangen, und ihre gelbe Farbe behalten.
Die a ufhiesiger Hütte vom Rammesberg an-gesahrne Erßke werden nicht gepuchet, sondernnur etwas klein geschlagen, und darauf unterfreyem Himmel, des Schwefelfangs willen,auf eine besondere Art geröstet. Man sticht un-ter freyem Himmel auf der Erde einen viereckig-en Platz ab, welcher neun Malterstöcke lang,H 4 (sind