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Das fünfzehnte Capitel.
i Von der Luft und der Witterung des
Ober-Hartzes.
Das Schicksal hat euch zwar kein Tempe zuge«
sprachen,
Die Wolcken, die ihr trinckt sirch schwer von
Reif und Skrah!
Der lange Winter kürtzt des Frühlings späte
Und ein verewigt Eis umringt das kühle
Thal.
Lese Worte, mit welchen der verkrefliche
Haller die Einwohner der Alpen anre»
det, kann man mit Recht denen Här-Hern zurufen. Denn die Luft auf dem Ober-Haptze ist mehrentheils kalt, rauh, dick, ne-blige und schwer, der Sommer ist kurtz, derWinker hingegen sehr lang. Da der ganheOber-Harß bergigt ist, die Städte desselbenmehrentheils oben auf die Berge liegen, undfolglich der obern Luft um ein sehr grosses nähersind, als das platte Land, so ist es kein Wun-der, wenn die Luft hier sehr streng, und dieWitterung ungemein veränderlich ist. DerHimmel ist hier sehr selten recht heiter, sondernfast beständig trübe, und die Luft oft dermaffennebligt, daß der Nebel den ganßen Tag über dieStädte und Gebürge stehet. Zu Ende desMay fängt sich ordinair erst die gemäßigte
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