Vorwort.
Äie nachfolgenden Vortrage sind im Laufe der letztenJahre hiefelbst vor einem zahlreichen Kreise von Herrenund Damen gehalten worden und haben sich, falls der Ver-fasser nicht absichtlich, getäuscht wurde, allgemein eines er-munternden Beifalls zu erfreuen gehabt. Wenn ich dieselbenhiemit ziemlich unverändert einer wettern Oeffentlichkeitübergebe, so geschieht es allerdings nicht ohne besorglichenZweifel, ob der stille Leser sich durch die dem gesprochnen Worteigenthümliche rednerische Form ebenso befriedigt, von derschlichten, auf Klarheit abzielenden Darstellung und der durchden mündlichen Vortrug bedingten Färbung des Stils ähn-lich werde angesprochen fühlen? Auf jeden Fall wird dieVortheilhafteste Wirkung beim Vorlesen mit lauter und lang-samer Stimme erreicht werden.
Die einzelnen Vortrage stehen ursprünglich in keineräußern Verknüpfung, sind aber so geordnet, daß ein innrerFaden des Gedankens sich durch das Ganze hindurchzieht.In ihrem Inhalte werden wissenschaftliche Fachgenossen keineerhebliche neue Resultate suchen dürfen, wenn auch die For-schung zum größern Theile selbständig aus den Quellengezogen ist, die eigne Anschauung der classischen Länder