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ursprüngliche Hoheit der Idee und die entsprechende Kraftdes Ausdrucks in so unverkennbaren Zügen bewahrt, alsdieser sehr alte, aus tiefster religiöser Empfindung hervor-gegangen«.'; der Gott nimmt menschliche, sogar Knechtsgestaltan und weist den Sterblichen den Weg der Versöhnungund Erlösung.
Auf welche Weise aber vollzog sich nun die Buße amMenschen? Gewiß ursprünglich durch Knechtschaft nach demVorbilde des Gottes, wie zahlreiche Beispiele bezeugen; nichtselten aber auch durch wirklichen Tod und Menschenopfer.Wir erstaunen; allein das Recht der Vergeltung ist das äl-teste ; es finden sich noch deutliche Spuren mehrenorts hier-von, bei den Festen des Gottes. So wurden noch in ge-schichtlicher Zeit in Athen alljährlich zur Reinigung für dengesammten Staat am Fest der Thargelien zwei Menschen(meist schwere Verbrecher) mit Blumen und Früchten ge-schmückt, niit duftenden Kräutern gesalbt, feierlich wieOpferthiere vor das Thor geführt, unter Verwünschungenvom Felsen gestürzt, unten aber wahrscheinlich aufgefangenund über die Gränze gebracht. Man nahm zu diesen Sühn-opfern überwiesene Verbrecher, welche die Stadt dazu be-sonders aufbewahrte und nährte. Auf dem Vorgebirge Leu-kas am ionischen Meer stand ein Tempel Apollons, woman ebenfalls zu bestimmten Zeiten bekränzte Verbrechervon einem Felsen hinab ins Meer stürzte. Man erleichtertedem Herabgestürzten den Fall, indem man Federn undganze Vögel ihm unterband; unten wurde er aufgefangenund alsdann weit hinweggeführt, um alle Schuld mit sichzu nehmen. Auch die Sage von der Sendung von siebenathenischen Jünglingen und eben so viel Jungfrauen alsOpfer für den Minotaurus und zur Sühne für den Mordeines kretischen Königsohnes hat einen Zusammenhang mitdem Cult des Apollon . In Delphi selbst finden wir nochin spätrer Zeit öftere Sendungen von Menschen, welche