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Begeisterung einflöße, stammt nur von römischen Dichternher, „von denen mancher vergebens nach solcher Quellelechzte". Dagegen ist höchst merkwürdig, daß an der Ka-stalia noch heute eine große und schöne Platane steht —die einzige in der ganzen Umgebung —, grade da, woAgamemnon vor seinem Zuge nach Troja eine solche ge-pflanzt haben soll. — Von hier weiter gehend führt unsnun der alte Reisende, welcher uns eine Beschreibung vonDelphi hinterlassen hat, in den innern Tempelbezirk ein.In diesem von einer Mauer umgebenen Raume befandensich erstens große und kleine Statuen, metallene und mar-morne, zum Theil von Athleten, welche in den gymnasti-schen Spielen, oder von Musikern, welche im musikalischenWettstreite gesiegt hatten, zum Theil auch sonst von berühm-ten Männern, welche ihre Vaterstadt hierdurch ehrte, undzwar in solcher Anzahl, daß nach mehreren Epochen derZerstörung in: ersten Jahrh. n. Chr. Plinius doch noch de-ren nicht weniger als dreitausend zählte. Der Kaiser Neroführte darauf allein fünfhundert Erzbilder fort; Konstantinder Große raubte den Rest der ehernen Bilder, um seineneue Hauptstadt Constantinopel zu schmücken; und hieruntermuß sich auch die dort kürzlich aufgegrabene Schlangensäulebefunden haben, welche von den Siegern nach der Schlachtbei Platäa dem delphischen Gotte geweiht worden war.Die Marmorbilder mögen noch zum Theil zertrümmert un-ter dem Schutt liegen, worauf jetzt das Dorf Kastri gebautist. Ferner standen hier ehemals die Thesauren d. h. Schatz-häuser oder Gebäude für Aufbewahrung von kostbarenWeihgeschenken, welche einzelne Städte selbst errichtet hatten.Von der zahllosen Menge und Pracht dieser Geschenke dieNachrichten alter Schriftsteller einzeln aufzuführen, würdelang dauern; der berühmteste Thesaurus war der korinthische,welcher zugleich die Geschenke des durch seinen Zaubcrringbekannten Königs Gyges von Lydien , eines Vorfahren des