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durch Zufall abgebrannt war, wurde an seiner Stelle durchfreiwillige Beiträge aus ganz Griechenland , unterstützt durchdie Freigebigkeit des athenischen Geschlechts der Alkmäoni-den, ein neues Gebäude aufgeführt, das an Pracht undKostbarkeit in die Reihe der bedeutendsten ähnlichen vonganz Griechenland gestellt werden muß. Jetzt sind nurnoch Reste der Fundamente übrig, drei hohe Marmorstufen,,auf welchen sich der dorische Säulenbau erhob. Die Vor-derseite war mit blendend weißem panschen Marmor be-kleidet, und das Giebelfeld über dem Eingänge zeigte ineiner schön geordneten Gruppe Apoll zwischen seiner MutterLeto und seiner Schwester Artemis , umgeben von den neunMusen, während die Rückseite den untergehenden Sonnen-gott auf seinem Wagen und Dionysos mit den schwärmen-den Bacchantinnen darstellte, ein Bezug auf die parnassischeFeier des letztem Gottes. Auch die Felder des Säu-lengebälks, die sogenannten Metopen, trugen in Relief-darstellungen die Kämpfe des Herkules und Scenen ausder Schlacht der Götter gegen die Giganten. Darunteram Architrav hingen als Zierrath vergoldete Schilde, undzwar an der Vorderseite runde, ein Weihgeschenk der Athe-ner aus dem marathonischen Siege, an der südlichen undHintern Seite viereckige aus der gallischen Beute. Andreeroberte Waffen waren, wie gewöhnlich-, an den Pfostenaufgehängt. — Im Vorgemach des Tempels befand sicheine Statue Homers und noch zu Herodots Zeit ein silber-ner Mischkrug des Krösus und daneben drei goldne Sternean einem ehernen Mäste, ein Geschenk von der Insel Aegina aus der salaminischen Schlacht. An der Wand warenebendaselbst nach Beschluß der Amphiktyonen die Sprücheder sieben Weisen mit goldnen Buchstaben angeheftet,unter denen der des Thales „Erkenne dich selbst", oben anstand, gleichsam der Gruß, womit der prophetische Gott dieEintretenden anredete. Das innre Tempelgemach enthielt