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Dorn den sogenannten Omphalos, einen weißen Stein,halb eirund und mit einem Netze von Wollenbinden ge-schmückt. Es war der Stein, an welchem Orest bei derSühnung durch Apollon kniete, und sein Name des Nabel-steins bezeichnete ihn nach dem gemeinen Glauben als Mit-telpunkt nicht bloß von Hellas, sondern der ganzen Erde.Pindar erzählt, daß Zeus einst zwei Adler ausgesandthabe, einen vom äußersten Osten der. Erde, den andernvom fernsten West, und auf diesen: Punkte seien beide zu-sammengetroffen; deshalb sah man die goldnen Bilder vonzwei Adlern zu beiden Seiten des Steins aufgestellt. -- ImHintergründe des Gemaches, von welchem die schon beschrie-bene Orakelzelle vermuthlich nur durch einen Vorhang ab-getrennt war, erhob sich dann hinter dem Hauptaltar mitewig brennendem Feuer die goldne Bildsäule des Apollon .Obgleich uns von ihr keine nähere Kunde überliefert ist,so können wir doch aus ähnlichen Fällen einigermaßen aufihre Beschaffenheit schließen. Der Gott war ohne Zweifelin der ältern strengern Auffassungsweise seines Charaktersdargestellt, nach welcher er die edlen ernsten Züge desreifern Jünglingsalters hat, das Haupthaar in regelmäßigeLocken gefaltet und mit Lorbeer durchflochten, den Bogenin der Linken, auf der ausgestreckten Rechten vielleicht dieGruppe der drei Grazien haltend. Den Körper deckte einzierlich gefaltetes Gcwandtuch und zu den Füßen lag Wohlder bezwungene Drache. In den sonstigen mannigfaltigenDarstellungen des Apollon aus der Blüthezeit griechischerKunst herrscht meist ein freierer, den Dichtern mehr sichanschmiegender Ausdruck, den wir in seiner höchsten Voll-endung an jener berühmten Statue bewundern, welche nachihrem Aufstellungsorte zu Rom im Vatican die belvederischegenannt wird. (Man findet die Abbildung des Kopfesauf Tafel 3.).
Was nun den eigentlichen Festcyklus des Apollon in