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und drückte den Triumph des Sieges und den Hohn überden überwundenen Feind aus, darnach stellten herbe Flö-tentöne das letzte Gezisch und den Tod des Drachen dar.Endlich schloß das Ganze in Spondeen der Siegesmarschund ein Siegestanz.
Gleich an diese Aufführung schloß sich dann eine zweite,die Flucht des Gottes nach dem Thal Tempe und seineReinigung darstellend, wovon ich oben gesprochen habe. DerKnabe floh nämlich wirklich in der Rolle des Apollon un-ter Begleitung von Genossen, zog durch ganz Thessalien,brachte in Tempe im Heiligthum des Gottes herrlicheOpfergaben dar, brach von demselben Lorbeer, mit welchemder Gott sich einst geschmückt hatte, Zweige zu Kränzen,und kehrte auf der heiligen Straße zurück gleich einemTriumphirenden, indem ihm und der Procession seiner Be-gleiter aller Orten gastliche und ehrende Aufnahme zuTheil wurde.
Von den pythischen Spielen, welche gleich denen zuOlympia, Nemea und auf dem Isthmus alle vier Jahregefeiert wurden und nicht den geringsten Theil zum Glänzevon Delphi beitrugen, genügt die Zeit nicht, so ausführlichhier zu reden, als nöthig wäre, um ihre Einrichtungenund ihre ganze Bedeutung für das griechische Volk deutlichdarzulegen. Ich wende mich deshalb dazu, nur noch mitwenigen Worten die wettern Schicksale des Orakels bis zuseinem Verfall und endlichen Untergang anzugeben. ImAllgemeinen sind diese Schicksale freilich mit dem des gan-zen griechischen Landes so verknüpft, daß auch die Ursachendes Verderbens, welche sich schon während der Zeit äußrerBlüthe entwickelten, hier wie dort in dem Character derNation begründet liegen. Gerade als das Orakel anfing,seinen Einfluß über das Vaterland hinaus auszudehnen,fremde Könige seinen Prophetensprüchen lauschten, seinenDienern huldigten, die Schätze zusammenströmten und das