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Culturbilder aus Griechenlands Religion und Kunst : populäre Vorträge / A. Baumeister
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stammten allmälig und der griechische Schriftsteller Plutarch sucht in einem Gespräche darüber die Gründe auf, warumdie Pythia schweige, und findet den hauptsächlichsten inder verminderten Leichtgläubigkeit der Menschen. Endlichbefragte wirklich noch der Kaiser Julianus Apostat«, Nach-folger Konstantin des Großen, das Orakel, woraus wenig-stens erhellt, daß es dem Namen nach noch bestand. Ererhielt jedoch zur Antwort:Saget dem Könige, der kunst-volle Wohnsitz ist in den Staub gesunken, Phöbus hat keinObdach mehr und keinen weissagenden Lorbeer, auch keineredende Quelle, versiegt ist das schöne Gewässer". Dahersagt der gleichzeitige Dichter Claudian , der schöne Apollohabe sich wieder zu seinem Wohnsitz in dem Hyperboreer-lande zurückgezogen. Und so sollte es sein; denn inzwischenwar längst die Sonne der Wahrheit aufgegangen und vorihrem Glänze mußte das irdische Licht erblassen und mensch-liche Dichtung offenbar werden. Uns aber erfreut es, auchden irrenden Bemühungen des Menschengeistes, der dengöttlichen Angelpunkt der Weltenleitung und seines eignenHeils sucht, nachzuforschen; auch da sind Wege der Vor-sehung.