74 B o u e. Verschiedene Erscheinungen und Erklärungen der Nordlichter.
Aon. d. Ch. et Pbvs. 3. F. 1848. B. 23, S. 310. 1849. B. 29, S. 412—413. Compt. R. Ac. d. Sc. P.I/Institut. Nr. 824. S. 329. 1849. B. 29, S. 413—414. Bibi. univ. Genev. 1849. Archiv. B. 12. S. 222.Bihl. univ. Genev. 1833. B. 24, S. 337—371. Edinb. n. phil. J. 1833. B. 34, S. 152—154. 1854. B. 56,S. 180. L. Ed. phil. Mag. 1850. B. 33, S. 446—449. Americ. J. of Sc. 2 F. 1850. B. 9 und 1853. B, 16,S. 274. Bestätig, der letztem Theorie: Secchi (P. A.) (Siehe Einil. auf die Magnet-Nadel).Kritik darüber von Olmsted, L’lnstitut 11. Dec. 1850. Bibi. univ. Genev. 1851, B. 16, S. 112—123.(Siehe D e I a R i v e’s Erwiederung. Theorie des kosmischen Ursprungs).
Die Nord- und Südlichter correspondiren mit den magnetischen Convergent-Curven des Erd-magnetes. Sie zeigen sich gleichzeitig an beiden Polen . Diese Thätigkeit zwischen letzteren wirdman oft durch Streifen von weissen Wolken am Himmel gewahr, die N. S. Richtung haben. Dochungeachtet der Verschiedenheit der Erdoberfläche an den zwei Polen , wo Wasser - u. Land - Überflusszwei Contraste bilden, sind die Formen der Polar-Lichter wohl ziemlich gleich, aber die Süd-Lichter sind meistens nur lange Säulen von weissem hellen Lichte, während sie am Nord-Pole viel-mehr röthlich sind. Die Emanation der Polar-Lichter wäre der Beweis der Wiederherstellung desGleichgewichtes in der Vertheilung der elektromagnetischen Kraft der Atmosphäre. Die zweiMaxima und Minima von den stündlichen Barometer-Variationen zwischen den Tropen und untereiner absoluten Hohe von 3000 F. correspondiren mit ähnlichen Variationen der Magnet-Nadel.Barometer-Maxima um 11 h. A. M. u. 11 h. P. M., Minima am 5 b. P. M. u. 5 h. A. M. Die magnetischeNadel dedinirt von 3 h. A. M. bis 2 h. P. M.; während der stärksten Tageshitze ist die jetzt westlicheVariation in ihrem Maximum und geht zu ihrem weitesten Winkel in Ost in der kältesten Tageszeit zurück.Wie die Oscillationen des Quecksilbers im Barometer, ist diese Variation grösser gegen die Poleals beim Äquator. Evan. H o pk i n s. On the Connection of Geology with terrestrial Maguetism.1851. S. 9—16.
Erklärung des schwarzen oder dunklen Segments. Ein Contrast-Resultat oder Product der Polar-Nebel oder Urmaterie der N. L. B r a va i s. Soc. philom. Paris 1846. S. 146. Commiss. u. Voy. du Nord.P. Phys. B. 3. S. 437. u. 558.
Die N- L. Strahlen steigen aus der Erd-Oherfläche unter einem der magnetischen (nclinationgleichen Winkel, doch sie bekommen ihre Eigenschaft der Larainosität oder Sichtbarkeit nur bei ihremAustritt aus dem Luftkreise oder wenn sie schon in einer sehr rarifioirteu Luft sich bewegen. Wennder Beobachter den magnetischen Nord ansieht, so wird sein Auge die nicht durchscheinenden Theileder Strahlen begegnen, wo noch dazu die atmosphärische Feuchtigkeit darch sie niedergeschlagen wird.Diese dunkeln Theile vermindern sich, je hoher man sein Auge vom Horizont entfernt und sich der Rich-tung der Inclinations-Nadel nähert. Im Zenith ist der Himmel rein und die Krone sichtbar. Io allenandern Richtungen scheinen die Strahlen durch ihre Projection eine über der anderen, nur eine zu bilden,und wenn das Phänomen gegen den südlichen Horizont sich erstreckt, so bemerkt man auch unter derLichtmasse ein schwarzes oder dunkles Segment. — llansteen. N. Mem. Ac. Bruxelles, 1847.B. 20, S. 119.