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Landwirthschaftliche Beschreibung der Gemeinden Dettenriedt, Höngg, Thalweil-Oberrieden, Uitikon, Wangen, Weyach / bearbeitet nach den von den genannten Orten eingegangenen Ortsbeschreibungen von J. M. Kohler, und als Beitrag zur Kenntniss des Landbaues im Kanton Zürich, herausgegeben von dem Vorstande des landwirthsch. Vereines im Kanton Zürich
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Epheu und Misteln zerstört. Der Boden rings um den Baumwurde, soweit die Wurzeln reichen mochten, mit Mist belegt;denn reichliche Düngung um Bäume ist doch gewiß durchausnothwendig, da man von dem Boden doppelte Nutzung verlangt.

Junge Bäume wurden von Zürich bezogen, und folgender-maßen gesetzt. Es wird ein Loch aufgethan, etwas größer, alsder Wurzelumfang erheischt. Die feinste ausgegrabene Erde wirdwieder ins Loch geworfen, 1 Tanse voll Gülle zugeschüttet, undbeides zu einem dicken Brei umgearbeitet, in den man die Wurzeldes Baumes stellt, und mit der übrigen Erde zufällt. So ge-setzte Bäume wachsen freudig, da alle Faserwurzeln von Erbeumhüllt werden, und keine Höhlungen entstehen, welche sonst oftdie Mäuse zu ihrem Aufenthalt wählen.

In Luzerne- und Esperäckern leiden die Bäume, und stehenmit der Zeit ab.

Etwas Obst wird gedörrt, der größte Theil aber gemostet.

Die im Jahr 1847 angeschaffte Birnmühle mit gußeisernenWalzen und Schwungrad versehen, kann nicht empfohlen wer-den, da sie einen zu großen Kraftaufwand erheischt. Die Stein-mühlen sind deßhalb vorzuziehen.

Birnmost ist im ersten Jahre besser, als Apfelmost; aufsLager ist aber gesottener Most am besten. Im Jahr 1847 wur-den 12 Eimer dgl. Most bereitet. In den Waschkessel füllteman 2 Tansen Most, erwärmte nun und verdunstete etwa </g derGesammtmaffe. Um das Brändeln zu verhüten, muß die Hitzewohl regulirt werden; auch ist vor dem Einfüllen ins Faß Küh-lung in einer Stande vorzunehmen, Damit sich nicht Essig bilde.

Most auf diese Art zubereitet, kann sogleich in den Fässernverschlagen werden ohne eine Gährung abzuwarten. (?) Er istgeistig und hält 34 Jahre.

Höngg hat bedeutendenObstwachö und auch da bildet Kern-obst dieHaüptgattung; doch gibt es auch noch ziemlich viel Stein-obst. Die meisten Bäume befinden sich in den Wiesen umS Dorf,daher Baumgärten genannt; in Aeckern sind sie seltener. Birn-bäume gedeihen auch auf der Höhe des Berges noch gut.

Die jungen Bäume werden entweder in Wäldern geholt,oder in Rebbergen erzogen, oder dann in Zürich auf vem Marktegckauft, alles offenbar nicht die rechten Bezugsorte. Das Pfro-pfen geschieht meist durch reifende Zweige, und es wird der Kopfmt >/r-1 ß. bezahlt.