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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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12) Roggen,

13) Haber.

Im Gegensatz mit den Ansichten der AlrcnbnrzerReisekommission, dagegen übereinstimmend mit denAnsichten sonstiger rationeller Landwirthe .findet ma»sich hier beim Drillen des Repses besser, achist man der Ueberzeugung, durch obige, statt derDreifelderwirthschaft eingeführte, Rotationen nickKörner und Futter zu erzeugen, als es früher geschahDie Wiesen sind, so weit es angänglich war,bewässerbar gemacht. Die nicht wässerbarcn erhaltenalle vier Jahre Compost. Schlechte Moorwiesen ^wurden durch Sandaufführen verbessert. Der Odsi- !bau ertrug in bessern Jahren schon 7 bis M !Thaler im Jahr (1225 bis 1400 fl.). Die Teich- >wirthschaft wird in den vielen vorhandenen Gewässernsystematisch betrieben. Ebenso sind die vorhandenenForste in regelmäßige Schläge gelegt. Für die ^hier vorherrschende Fichte und Lärche wählte man eine !80jährige Umtriebszeit.

Das Rindvieh besteht in

100 Stück Milchkühen und Zuchtochsen bei Sahst», ^40 jungem Rindvieh ebendaselbst,

34 Milchkühe u. s. w. bei Nüdigsdorf,

22 jungem Vieh ebendaselbst.

Seit einer längeren Reihe von Jahren werdenhier drei Nindviehrassen gezüchtet. Zwei davon dieAllgäuer und Egerländcr befinden sich in dem Stallebeim Hauptgut. Die dritt,e ein Schweizcrschlag, stehtin Rüdigsdorf. Zu Beurtheilung der von diese»drei Schlägen abgeworfenen Milchnutzung folgt hiereine