Buch 
Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
Entstehung
Seite
64
JPEG-Download
 

Dienstag, den 27. August.

VrcsdkN. Das kleine Vnuchhaus.Fürsorge für Fremde.-Da» grüne Gewölbe. Die Gemäldegallcrie. Das Theater.

Mein Gasthof in Dresden war das kleineNauchhaus, die stereotype Herberge aller reisen-den Musensöhne, Landwirthschafts - Candidaten undKünstler. Wenn ich demselben in Bezug auf dasZimmer und dessen Einrichtung wenig Lob ertheilenkann, so verdient er desto größere Anerkennungin Bezug auf die Leistungen der Küche und desGetränks, so wie auf reelle Behandlung vonSeiten des Wirths. Seine Lage in der All-stadt ist freilich nicht geeignet, Dresden mschönsten Licht erscheinen zu lassen, und, sey es dieseUrsache oder das rauhe Wetter über die Zeilmeines dortigen Aufenthalts, ich nahm von Dresden nicht das ideale Bild mit, das ich mir nachsonstigen Beschreibungen vorher ausgemalt hatte.Roh müßte ich übrigens seyn, wenn ich die An- ^ficht der Brücke, der Brühl 'schen Terasse und desfreundlichen Elbthals nicht schön gefunden hätte.Stelle man sich aber auf die Brücke und lasse einen ^fast eiskalten Sturm wehen, halte dabei mit einerHand den Hut, damit er nicht in die Elbe hin-eingeworfen werde, und prüfe dann seine aestheti-sche Stimmung, so wird man trotz der schönste»Aussicht dennoch einen ziemlich niedern Thermo-meterstand bemerken.

Wie es Dresden , dieser an Merkwürdigkeitenso reichen Stadt, geziemt, ist dort alle Fürsorge