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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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an irgend einem Orte erhalten kann, sind tüchtigeund verständige Leute, die von der Obrigkeit dazuaufgestellt sind. Ein mäßiger Tarif schützt den Frem-den vor Ueberforderungen, und ich rathe jedem, eine»Führer zu nehmen. Von Prebischthor kamen wirdurch ein tiefes und schönes Thal an die Ellehinunter und waren nach l'/r stündigem Marschein Herrnkretschen, dem ersten böhmische»Dorfe.

Obgleich mir als Süddeutschen der Norden nichtimmer im Rosenlicht erschien und namentlich dieKost und das Getränk in diesem genügsamen Him-melsstrich nicht sehr mundete, so schied ich doch miieiner Achtung von dem Sachsenvolk, wie sieseine Gefälligkeit und Biederkeit verdient. Durch-gängig bemerkte ich eine Bildung an demselben, diealler Anerkennung werth ist, und wenn auch dieüberall sichtbare Rührigkeit und Thätigkeit dich«deutschen Stammes im Allgemeinen nicht mit dem ^Erfolg belohnt ist, den sie verdient, oder mit ander» ^Worten, wenn es auch trotz aller Mühe ein ar- !mes Volk ist, so wird man ihm bei näherer Be-kanntschaft einen reellen innern Werth nicht streitigmachen. i

Von Herrnkretschen führt ein Fußweg amlinken Ufer der Elbe hinan nach dem 3 Stunde» !entfernten Tetschen , dem Schlußpunkte der sich- !fischen Schweiz . Bevor ich hinkam, passirte ich inNiederdruck die gefürchtete östreichische ManchMeine Wenigkeit kam übrigens leichten Kaufs durch-denn ich hatte Koffer und Schlüssel dazu dem Steuer-mann des Dampfboots, welches mich gestern nach