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Stellen mit Böhmen besetzt sind und man in jederKanzlei in allen Zweigen Böhmen als Beamtenbegegnet. Sodann sind die Gehalte an Geld ge-wöhnlich sehr niedrig; der Beamte ist, abgesehendavon, daß manche derselben hier zu weit gehen,auf Benützung von Gutserträgnissen angewiesen, anwas z. B. ein württembergischer Verwalter durchausnicht gewöhnt ist. Der böhmische Magnat, kenn!keine andere Besoldungsweise seiner Beamten undwird sich schwer zu Erhöhung der Geldbesoldmizauf eine Summe verstehen, welche ein Ausländernach seinen mitgebrachten Begriffen in Anspruchnimmt. Hat ein solcher Verbindungen und besähiz!ihn seine Bildung zu Uebernahme der oberste»Direktorsstelle, dann ist er allerdings geborgen,obgleich er, wenn er Neuerungen beabsichtigt, ebenkeinen Ruhesitz haben wird. Wehe aber dem Arm»,,dcn seine Jugend oder sonstige Umstände ei»euntergeordnete Stelle anweisen. Kann er auch de«Rang der Schreiber überspringen und bekomm!gleich zu Anfang die Verwaltung einiger Höfe, soJebt er auf diesen von allem gebildeten Verkehrabgeschnitten, hört kein Wort deutsch , befiehlt böh-misch und herrscht sklavisch, das heißt mit demStock, wirft nöthigenfalls einen Unbotmäßigen z»rThüre hinaus und verlangt den traurigen Handkuß-Mit nicht ganz 100 st. und weiter erhält kein unter-geordneter Verwalter der Art, ist er natürlich i»Vergrößerung seines Einkommens auf möglichsteAusdehnung seines Deputats angewiesen. Er hältnun Schweine, Hühner, Gänse und Enten u»dmilkt so viel Kühe, als er gerade Milch brauche.