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Bestimmung des Geographischen Längenunterschiedes zwischen Leipzig und München / durch die Professoren Dr. Carl v. Bauernfeind und Dr. Carl Bruhns und deren Assistenten Dr. H. Seeliger, L. Weinek und Dr. J.H. Franke
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Tabelle XI. Mittel der Collimation.

Tag.

Uhrzeit

in

Leipzig .

Mittel aus je2 Polsternen.

Zeit.

Tagesmittel.

Juli 13.

I7 h 4

o!n8

19*05

0:092

20.7

0.066

- 17 -

17.4

+0.144

19.05

+0.140

20.7

0.135

- 2 1.

17.4

+0.107

J9-05

+0.120

20.7

0.134

- 22.

17 4

+ 0.102

19.05

+0.099

20.7

0.097

* 23.

17.4

+0.075

19 05

+0.089

20.7

0.103

- 25.

17.4

+0.068

I 9-05

+0.079

20.7

0.090

- 29.

18.0

+ 0.073

19.8

+0.092

20.7

0.102

- 30 .

17.4

J 7-4

-|-o.I IO

- 3i-

* 7-4

+ 0.122

19-051

+O.X27

20.7 |

0.132

Hieraus geht eine geringe der Zeit proportionale Aenderung der Colli-mation hervor. Es findet sich nämlich:

Tabelle XII. Variation der Collimation.

Juli 13.

in 3.3

+0:052

- 17.

3-3

0.009

- 2 1.

3-3

+0.027

- 22.

3-3

0.005

- 23.

3-3

+0.028

- 25.

3-3

+0.022

- 29.

2.7

+0.029

- 31 -

3-3

+0.010

Also in 25^8=0. s 154 und in 1 Stunde = +0. s 0060.

Fast genau derselbe Werth, nämlich 0*057 findet sich, wenn man dieTagesmittel nimmt und aus diesen und der Tabelle X die Variation ableitet.

Der Werth der Variation ist zwar nicht sehr bedeutend, konnteaber doch nicht vernachlässigt werden; es sind daher die in Tabelle XIgegebenen Werthe der Tagesmittel für die Collimation wegen der Va-riation corrigirt und die so verbesserten Werthe in Tabelle XIII bei derReduction der Zeitsterne in der Beobachtungstabelle angenommen. Dadie ersten Zeitsterne innerhalb 0.6 Stunde, die letzten innerhalb 0.75Stunde hintereinander folgten, konnte für diese kurze Dauer der Colli-mationsfehler als constant betrachtet werden. Für die Polsterne wurde bei Ab-leitung des Azimuths das Mittel aus Kreislage Ost und West genommen.