Band 
Erste Abtheilung.
Seite
351
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ständigen Ablasses sich das ganze Geheimniß so manchesruchlosen Lebens ihm öffnete 4?), roundersuchende Ein-falt und Verehrung lebloser Gebilde in ihrer grellstenGestalt sich äußerten 48), und Hunderte so schuldbela-den, als sie gekommen waren, im folgenden Jahre wie-derkehrten 4s), lernte er nur desto gründlicher sein Volkund sein Zeitalter kennen. Wie schauervoll fand er abernicht die Kluft zwischen der Kirche Christi und derjeni-gen eines Alexander, Julius und Leo! In diesem Ver-derben des Stammes und der Wurzeln erkannte er im-mer lebendiger die Ursache der verdorbenen Früchte,gegen die allein bisher sein stürmischer Jünglingseifergerichtet war. Jetzt lehrte ihn reifere Ueberlegung nurin einer gereinigten Religion die Grundlage durchgrei-fender Verbesserung suchen s«). Daher von nun an seinkühner und unermüdeter Kampf gegen die Gebrechender Kirche; daher seine Bitte um Abhülfe an solche vor-erst , in deren Stellung hiezu die nähere Verpflichtunglag, an den Bischof von Constanz , an den Cardinal

47) Wir; He!v. Kircheng. IV. a. 2 /jg.

48)Man hak denen," schreibt Zwing li selbst an Valen-tin Compar Landschreiber in Uryso die Bilder be-rührt, die Hände mit Salz müssen reiben, und haben wirdaS heilig geschäht, was nur die Trucken und Götzen anrühre.Es haben auch alle Laster in dem Götzenberüdren Trost ge-sucht ; man hat auch Nachlassen der Sund und Heiligkeitdabey »erhofft zu erlangen." Schriften im Ausz. v. Usteriund Vögelin I. 485.

49)Ja ich darf sagen, daß die größten Wucherer, Räuber,Tvdtschlägcr von der gebrauchten Ohrenbeichk g-meinlich nurhaben -in Herz genommen; denn keiner hat sich gebessert."Ebendas. II. -8>.

§o) Hierüber ist zu vergleichen, was er selbst über sich meldet.Schr. im Au6z. !l. 5I6. ff. t>oo. f.