Hälfte; einige Verbesserungen; Anstalt Von Hal-denstein in Bünden. Durchgängige Reform inZürich ; theilweise Nachahmungen in etlichen an-dern Städten. Taubstummenunterricht. VersuchteReformen in Bern : von Bonstetten; politischesInstitut. Reform in Genf: H. B. de Saussure ;Chamouny und der Montblanc. — Geschichtschrei-ber. — Bibliotheken. — Philanthropische und ge-lehrte Gesellschaften. — Lavater. — Die Presse. —Einfluß der deutschen Literatur. — Poesie. Natur-betrachtung. Schöne Künste. — Kurze Uebersicht.
Der Boden Helveticas, das Vaterland eines kräftigenGeschlechtes, war auch an geistigen Gaben und Erzeug-nissen nie ganz unfruchtbar. Die alten Schweizer be-wahrten in Volksliedern das Andenken an ihre Großthaten,welche sie noch nicht beschreiben konnten; zu der Zeit, alssie noch nicht verstanden, ihre Gesetze gehörig abzufassen,geißelten sie die Sitten in eigenthümlichen Spottgedichten;lange vor der Einführung eines ordentlichen Unterrichtesverbanden sie geistige Genüsse mit ihren harten Arbeitenund Kämpfen. Bei jedem neuen Aufschwung der Wissen-schaft, bei jeder Erschütterung der Geister ward dieSchweiz nicht zuletzt davon ergriffen. Zuweilen giengder Anstoß sogar von ihr aus; im dreizehnten Jahrhun-dert war sie eine der Wiegen der Minnesänger; im sechü-zehnten brachte sie den Zwingst hervor; später baute Cal-vin , der sie zu seiner neuen Heimat erkor, in ihr dieBurg des französischen Protestantismus .
Diese Ehre im Gebiet des Wissens verdankt die Schweiz ihrem republikanischen Geiste. Wenn die Gunst eines Kö-nigs Wissenschaften und Künste im Schatten des Thronespflegt, so gedeihen sie hier unter freiem Himmel. DieFreiheit erhebt das Denken, indem sie dasselbe aller Fesseln