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cherdeutsch mit gleicher Reinheit der Aussprache. Zo-hannes von Müller war eine Zeit lang unschlüssig,ob er nicht daS Französische zu seiner wissenschaftlichenSprache machen solle.
Schweizerische Offiziere in französischen Diensten eig-neten sich das Französische so gut an, daß sie eS richtigerschrieben, als das Deutsche, von welcher Sprache sie nureine Mundart redeten: wir berufen uns hiefür auf dieWerke von Zur-Lauben, May, Groß, Frey unddem Baron von TraverS.
Auch die Schweiz ward eben so rasch, als andere Lan-der, von jener zersetzenden, aber fruchtbare Keime in sichbergenden Kraft durchdrungen, welche man französischePhilosophie nannte, jenem zerstörenden und erneuern-den Element, das so wirksam ist in dem Kreislaufdes Verfalles, des TodeS, der Wiederbelebung und desFortschrittes, worin das Leben des Menschengeschlechtesbesteht. Der Unglaube beschlich die Gemüther, und mitihm die Gleichgültigkeit gegen die Kraft und Gesundheitder einzelnen Seele, wie ganzer Völker; der Sinn fürNationalität nahm ab, von der Vaterlandsliebe wurdenkeine Opfer mehr verlangt noch angeboten. Auch derReligionshaß ward, zwar der letzte von allen, schwächer.Bald begannen unter dem Hauche der Philosophie dieVerheißungen einer bessern Zukunft zu keimen: die Herbewich vor der Duldsamkeit, die Engherzigkeit vor dem Be-wußtsein des allgemein menschlichen Interesse; die offeneoder verdeckte Selbstsucht erfuhr häufige Angriffe, jedehochherzige Stimme rief ein vielfältiges Echo hervor.Unter dem Zerreißen von Ketten, aber auch einiger süßerBande, hatte sich die Seele erweitert!
Auf der andern Seite übte die Eidgenossenschaft einenEinfluß aus, der demjenigen, den sie vom Ausland er-