Band 
Zweiter Theil.
Seite
62
JPEG-Download
 

62

geisterimg seiner Zuhörer ergriffen. Unter ihrer Zahlwar von Erlach, bald darauf der letzte Feldherr des altenFreistaates Bern und seiner ruhmvollsten Ahnen nicht un-würdig, welcher vielleicht damals schon für die Unabhän-gigkeit seines Landes sterben lernte."') Traktes gabden physischen und mathematischen Wissenschaften, die bisdahin danieder lagen, den ersten Anstoß.Ein FreundMüllers, ein Bernischer Patrizier, welcher mit seiner Zeitfortschritt und die Resultate der französischen Philosophiesammelte, indem er sie läuterte, von Bonstetten, brachtedurch seine Schrift über die Erziehung der Bern er-sehe n Patrizier große Wirkung hervor. Er schil-derte darin jene Zünglinge, welche nach dem Recht derGeburt ausschließend zur Landesregierung berufen waren,wie sie in ihren gefährlichsten Lebensjahren allen Lasterneiner Hauptstadt Preis gegeben waren, bis sie sich späteroft nach Verlust des Vermögens, der Gesundheit und ihrerbesten Seelenkräfte aus dem Pfuhle herausarbeiteten.„Wer sagen würde," fährt er fort, „unsre Regierungkönne bestehen ohne Wissenschaften und die Künste desFriedens erfordern keine großen Geistesgaben, vergißt derGefahren des Friedens, und sieht nicht, daß im Frieden

161) Siehe unsere Viograplriv eis 1. tlo ülullor, p. I.XXXVI.

185) Er ward in eben diesem Jahre 1785 zum Professor ernannt. Dergroße Haller und Andere hatten umsonst die Naiurforschung an-empfohlen. B. Studer, .15—21.

168) Herausgegeben im Schweizerischen Museum. 1785, zweiter Jahrg.907—951, 961—1001. Diese Zeitschrift selbst, die bestimmtwar, die Schweiz über ihre Interessen aufzuklären und in denHerzen der Schweizer die Gefühle zu nähren, auf denen die Si-cherheit des Landes beruht, war eine bedeutende lüerarische Er-scheinung jener Epoche. Sie erschien seit 1783 bis 1790 undmacht 18 Oktavbände aus. Das Neue Schweizerische Museum1794 bis 1796 hat 5 Bände.