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durch Vermittler friedlicher zu stimmen. Viele Gliederder Welt. und Ordensgeistlichkeit bearbeiteten das Volkin diesem Sinne, von der Kanzel herab, im Beichtstühle,im Gespräch, in geheimen Unterredungen. Man ließihnen durch ihre Obern'"") anbefehlen, den Leuten ver-söhnliche Gesinnungen einzuflößen.
Endlich war der Zeitpunkt da, wo die Landsgemeindezusammenberufen ward: den Linden schlug das Herz vorbanger Erwartung. Mancher Angestellte brachte sein Goldbei einem Geistlichen in Sicherheit;"") mancher Beamte,vordem Liebling des Volkes, jetzt Gegenstand seines Hasses(es ist dies die Geschichte der Republiken, wie der Mo-narchien) empfahl seinen Freunden Weib und Kind undmachte sich gefaßt, niedergemetzelt zu werden."') Aber„aus der schwarzen und drohenden Gewitterwolke strömteein fruchtbarer Regen nieder."'") Das Volk schien
10g) Den Generalvikar von Konstanz und den P. Provinzial der Ka-puziner. Memorial, den 4. September 1764 an den General-vikar Deuring gerichtet, und dessen Antwort vo»> 7. Das Me-morial wurde anf einem Umwege abgeschickt. Die beiden Akten-stücke sind wörtlich copirt in Schlergeter. Acht Monate nachher(6. Mai 1765) berichtete man der Landsgemeinde, die Weltgeist-lichkcit habe sich in Predigten, Katechisationen und Gesprächen sehrin den französische» Handel gemischt. Sie beschloß, den Bischofeinzuladen, den Geistlichen jede Einmischung in die Angelegenhei-ten des KantonS zu untersagen, und ihnen anzuempfehlen, für dasHeil der Seelen zu wache» und sich auf ihre Verrichtungen zu be,schränken. Landög. Prot. Nr. 2, Fol. 138, und Misst». Prot.Fol. 313.
HO) Schlergeter.
^ 10 Schreiben des Landammau» Ziitz au den P. Deka» von Einsie-beln, 28. September.
'2) Schreiben des LandschrciberS Weber an einen Conveiitualen vonRinsiedeln, Schwhz, 6. Oktober. Die, acht Tage vorher zusam-wenberufene, Landsgemeinde hatte wegen der ungünstigen Witte-rung nicht Statt finden können.