Band 
Zweiter Theil.
Seite
224
JPEG-Download
 

224

Ehrwürdigen Vater. Sie zogen sich einen ganzen Tagin die Häuser ihrer Verwandten oder Bekannten zurück,wechselten ihre Kleidung, und traten wieder in daö Colle-

die nicht eine anerkannte Autorität und die Genehmigung der Obernfür sich habe, nichts zu lehre», was den Grundsätze» der Doktorenoder der gemeinsamen Ansicht der Schulen zuwider lause. (S. 36,37). Ei» anderes, ebenfalls von der Gesellschaft genehmigtesBuch geht in das Einzelne des Unterrichtes ein; es trägt den Titel:listig el via roolv at<>»e or,Il»o procoelondi in I-ilteris lruina-nioribus aetali lensra« lrstlenilis. X sacerckote guockum o 8oo.lesu. Xlajorum permissu. lUonaeiiii, 1736. 8. 288 Seiten.Das Studium des Griechischen ist darin kümmerlich bedacht. (S.27-3l); die historische» Stndicn sind wo möglich noch dürftiger,(cnp. V, art. IX. S. 195—168). Als Ersatz HIefür habe» dieJesuiten die arge Kunst, durch Ausbeutung der Eitelkeit und der Ei'fersucht den Wetteifer hervorzurufen, bis iuS Einzelnste angewandt.Der Lehrer soll sich eigens darauf legen, die verschiedensten Mittelaufzufinden, den Ehrgeiz z» wecke». Gleich von Anfang des Jahresund während der ganzen Dauer desselben soll er die Aufmerksam-keit der Schüler auf dle am Schlüsse auszutheilenden Belohnungenrichten, und sie durch die Aussicht auf Ruhm anspornen; ihnen vor-stellen, daß nichts schöner sei, als die ersten Plätze zu erringenund seine Altersgenosse» zu übertreffen. Jeder Zögling soll seine»bestimmten Nebenbuhler haben, und sie solle» suchen, sich bei jederUebung zu übertreffen. Jeder Stachel der Ehre und Schande, vonder Trompete bis zur EselSmützc, wird angewandt (cap. VI, arl, V,S. 216—25l und Uatio »Ig»v inslilulio, S. 103—lt4). Einehemaliger Professor der Jesuiten , Jgnaz Eornova, schildert in einembesondern Wecke (die Jesuiten als Gptnnasialiehrer. Prag , 1804. 8.)die Gebrechen der Erziehung und des Unterrichtes, der in den An-stalten des Ordens ertheilt wird; die alt« Literatur verkümmert,die neuere vernachlässigt und beinahe aus den Bibliotheken verbannt(S. 220); ein passiver Gehorsam in und außerdem Unterricht.„Der Orden der Jesuiten , sagt er, von einem Soldaten gegründet,war einer militärische» Diszipll» unterworfen und trug auch inandern Dingen ein militärisches Gepräge." (S. 162). Außerdiese» Werken sind mit Nutzen nachzulesen: Trorler, Luzern'S Gym-nasium und Lyceum , 44—59 n. 70; Glntz-Blotzheim, die Lehr-anstalten in Solothurn, IV—VIII; Llariana, (Jesuit ) Vv wor-dis Societsli» äesu.