und daß keiner von ihnen andere bestimme oder selbst vonandern sich bestimmen lasse.
Auf die Einladung des Rathes beschied die Geistlich-keit die Commissarien vor sich und beschwor sie, demSturme im Interesse ihrer Sicherheit nachzugeben. De-luc der Vater, ein bejahrter Greis, wies sie auf die Vor-sehung hin, welche die kleinen Staaten ebenso, wie diegroßen beschütze, und wie zwar Unglück, aber niemalsGewissensbisse die christlichen Vaterlandsfrennde treffenkönne. -Vieusseux, ein durch seine Tugenden, wie durchseine Achtung vor der Religion ausgezeichneter Bürger,erinnerte die Geistlichen, die ihre Stellung zu vergessenschienen, daran, daß der Geist deS Christenthums ein Geistber Freiheit sei. Ein ander Mal, als der französischeResident Hennin einen in seinem Widerstände unbeugsa-men Bürger mit dem Tode bedrohte, gab dieser zur Ant-wort: „Seit zwei und vierzig Zähren bin ich zum Todeverurtheilt."'") Eine solche durch die moralische Verfol-gung belebte Sprache flößte die Begeisterung für die Sachedes Volkes dessen Repräsentanten ein. Ueberall, wo Bür-ger beisammen standen, hörte man nur diese Worte:«Wir wollen vor den Rath gehn, mit dem Vermittelungü-entwurf in der einen, mit unserm Bürgereid in der an-dern Hand." Wie groß auch die Bewegung war, so ent-hielt sich daö Volk jedes stürmischen Ausbruchs. „DieGeschichte hat kaum ein zweites Beispiel auszuweisen, woein Volk mitten im Wirbel bürgerlicher Zwietracht so vielAnstand und Würde gezeigt hatte," lesen wir in einembernischen Berichte.
*82) (zv»fere»z-Dtari>l»l, 9. Dezember.18Z) 1?»l>Ivau Iiislor., 280—283.184) Obe», Am». 154.