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Durch diese fortgesetzten Verhandlungen kam das Mi-nisterium zuletzt zu der Ueberzeugung, daß zwischen denStänden der Eidgenossenschaft nicht entfernt die gleichenAnsichten und Interessen rücksichtlich der Privilegien ob-walten. Da Freiburg zufrieden gestellt war, '") so fürch-teten die Katholischen ohne Ausnahme den der kriegeri-schen Gesinnung feindseligen Handelsgeist. ' Die patrizi-schen Regierungen besorgten, so versichert Frankreich , dieVermehrung des Wohlstandes der Plebejer, die durchden Reichthum ihre Nebenbuhler waren. Die meistenKantone fühlten übrigens, daß die Privilegien in derAusdehnung, die ihnen die Stadt St. Gallen und dieKantone Glarus und Appenzell geben wollten, eine fürdas Land nicht ersprießliche Auswanderung begünstigenwürden, welche die Schweizer den Franzosen verhaßt ma-chen müßte.Nach allen diesen Vorbereitungen konnteder Vicomte de Polignac bei seiner Legitimation gegen dieschweizerischen Gesandten eine bisher nie gehörte Spracheführen. Die Zeit der Privilegien war vorüber; der Bot-schafter erklärte dies 1782 mit diesen Worten: „DerKönig kann es nicht zugeben, daß Franzosen eö bedauernMüßten, keine geborne Ausländer zu sein."'") Nichtbesser gieng es bei den folgenden Unterhandlungen. Aufder Tagsatzung im Zuli 1785 beschlossen alle Stände, inZukunft den Artikel Privilegien aus dem Abschiedfallen zu lassen."")
Diese Veränderungen verschlimmerten auch die Stim-mung in der Schweiz. Als im November 1781 Luzern den Vorort fragte, was für Feierlichkeiten Zürich für die
*45, Oben, Seite 335.
148) pour ssrvlr ä loslruclion» »u vicomls äs kolixoso.
*47) Och» VII, 675. 148) Abschied,
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