Band 
Zweiter Theil.
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Sank ward zum Schauplatz entfesselter Leidenschaften:e6 kam zu Beleidigungen während der Berathung; manschlug sich, und wenig fehlte, so hätten sich die Abgeord-neten niedergestoßen. Mitten in der Verwirrung entschie-den siebcnundfünfzig gegen vierzig Stimmen dafür, daßman sich unterwerfen und die Bedingungen der Bevoll-mächtigten annehmen solle. Die Minderheit überließ sichihrem Zorne; mehrere Offiziere aus der Bürgerschaft zer.brachen ihre Degen im Saale und weinten wie Kinder.

Zu diesem Lärm beschloß die Versammlung eine Erklärung,welche sie an die Shndiks und durch diese an die Bevoll-mächtigten richtete. „Die Bürger, Natifs, Einwohnerund Angehörige der Republik Genf, " hieß es unter an-deren in derselben, „erklären, daß, da sie eine Stadt nichtlänger als ihr Vaterland betrachten können, aus welcherdie besten Bürger gezwungen sind, sich zu entfernen, einevon fremden Truppen besetzte Stadt, deren Gesetze nichtlänger der freie WillenSauSdruck der Mehrzahl der Bür-ger sind, und deren Regierung von nun an in die Händevon Leuten fällt, für die sie nie weder Achtung noch Zu-trauen haben können: — sie ausziehen werden, um untereinem andern Himmel ein Land zu suchen, wo sie imFrieden die reine Luft der Freiheit athmen können." Ehedie Mitglieder des AuSfchusses ihren Entschluß bekanntmachten, verpflichteten sie einen der Shndiks, das Pulverunter seine Obhut zu nehmen, und sehten selbst die Gei-seln in Freiheit, indem sie ihnen die Wahl ließen, dieStadt zu verlassen oder sich in ihre Wohnungen zurück-zuziehen. Der Beschluß, sich zu unterwerfen, erfüllte diebewaffneten Bürger mit Wuth. Sie gaben Zeichen derVerzweiflung und ließen ihren Groll an den Führern aus,

177) Lorini.iuä, dlvm. VI, 500 il. 501.