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Waffenübungen untersagt, welche die Spiele eines Frei-staates sind. Kaum verbarg man die Absicht, die Befe-stigungen zu schleifen, um Genf zu einem für fremdeTruppen offenen Ort zu machen, so oft die Regierungihrer Hülfe gegen einen Aufstand bedürfe.'") Einzig dieNatifs, auf welche Jsaak Coruuaud seinen Einfluß be-hauptet hatte, schienen bei der unter den Bürgern herr-schenden Unzufriedenheit und der allgemeinen Mißstim-mung zufrieden.'") Die fühlbarste Ursache dieses Miß-behagens, die aus der Unterwerfung hervorgehende Er-niedrigung des ganzen Volkes, erwartete nur einen Anlaß,um daS Joch zu brechen. Jeder Umstand konnte ihnherbeiführen.
Ohne mit der Unterdrückung einverstanden zu sein,hatte Genf die Ergötzlichkeiten sich gefallen lassen, womitman oft die Unterworfenen zu zerstreuen sucht. DasSchauspiel und die dasselbe nur zu gewöhnlich begleiten-den Sitten waren bei der Menge und den Stutzern be-liebt geworden. Die Obrigkeit verwies im Dezember 1788eine um ihres Talentes willen beliebte, aber wegen ihrerVerführungskunst gefährliche Schauspielerin aus der Stadt.Ein Aufruhr störte das Schauspiel; Beamte wurden ver-höhnt; die Besatzung verschaffte sich erst in dem Augen-blicke, als sie Feuer geben wollte, Achtung. Die Bürger-schaft enthielt sich jeder Theilnahme. Ungeachtet der Ver-haftung mehrerer jungen Leute und der Bestrafung vondreien derselben war die Schwäche der Regierung offenbargeworden.'") Bald darauf traten die vier Kandidatender Syndikswürde ihr Amt wieder an, indem sie nur die
154) 'j'I,o»ll.->. III, 331—338.
155) 5Wi»uirv» mse. >1« Loi^uusinI, VI, I i>. ff.
156) Ivuriial des L»i>ees 1787-178!), Sitzimge» roni >2. und 13.
Tt'picmber. 3I»»ioires >1e t'.vi«»»»<>, VII, 221), 230.