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Republik besonders schmerzlich an jenem Tage. Ein helve-tischer Soldat schoß aufLavater, als er aus seinem von demSieger verschonten Hause trat, um den Verwundeten undSterbenden Trost zu bringen. Er lebte noch ein Zahrlang, aber unter heftigen Schmerzen, gehalten durch denGlauben, der sein ganzes Wesen durchdrang.
Nach Massena's Plan, der darauf berechnet war,Hohe zu verhindern, den Russen zu Hülfe zu kommen,gieng Soult gleich beim Beginn der Schlacht bei Zürich zwischen dem Zürcher - und Wallenstadtersee über die Linth,um die östreichischen Vorposten lebhaft anzugreifen. Hun-dert fünfzig Tapfere schwammen mit der Flinte auf demRücken über den Fluß, säuberten das Ufer von den Plänk-lern und deckten so die Landung der Vorhut. Durch ihrBeispiel angefeuert folgten die übrigen Truppen auf ver-schiedenen Punkten, ungeachtet eine Brücke unter ihnenzusammen brach, so daß die Spitze der Colonne von denNachfolgenden abgeschnitten war. Durch diesen Angriffüberrascht eilte Hohe um vier Uhr Morgens nach seinenVorposten, um die Gegend zwischen Schennis und Kalt-brunn zu recognosciren. Verwegen wagte er sich zu weithinaus; er ward mit seinen Leuten umzingelt und fiel vonKugeln durchbohrt unweit seines Geburtsortes.Die-ses Ereignis verbreitete Bestürzung unter den Oestreichernund lahmte ihre Kraft. — „Das kaiserliche Heer inder Schweiz, " sagt ei» französischer Geschichtschreiber, derdiese Kriege beschrieben hat, „hätte von keinem größerenVerluste getroffen werden können, als von dem Fall desVertheidigers von Feldkirch , noch zu einer Zeit, wo dieTalente dieses Heerführers und seine genaue Kenntniß desschwierigen Bodens, wo er sich befand, nöthiger gewesen
119) lomini, XII, 281.