Band 
Erster Theil.
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rascher und entschiedener wirkte sie. Auf die Lehre folgteschneller die That. Mit dem Bilderstürme, womit dieUmwälzung anderswo geendigt hatte, begann sie imromanischen Helvetien. Durch jene Uneinigkeit, die zwi-schen den Schweizern und Luther sich über den Sinn derWorte des Heilands bei Einsetzung des Abendmahlserhoben hatte, wurde eine Streitfrage wieder erweckt,über welche sich einst Orient und Occident entzweit hatten:so tief ging dieses Schisma, daß Luther sich weigerte, dieAnhänger Zwingli's Brüder zu nennen, und die teutschenprotestantischen Staaten sie von ihrem schmalkaldischenBunde bei dessen Erneuerung ausschlössen ch. Die Schweiz blieb vereinzelt in der Brandung stehen. Das verdroßBucer und Capito, welche die Vorsehung in dem mitden Kantonen verbündeten und zugleich den teutschenFürsten befreundeten Straßburg zu Vermittlern berufenhatte. Sie machten neuerdings den Versuch, die blutendeWunde der Reform zu verbinden. Sie schrieben, sieermähnten zur Eile. Auf ihre Vorstellungen versammeltensich zu Basel die Theologen der Schweizerstädte, um sichüber die Versöhnung mit Luther zu besprechen

Zhr Zusammentreffen brachte sie auf den Gedanken,daß die evangelischen Kirchen der Schweiz , wie verschiedensie auch eingerichtet waren, doch dieselbe Grundlage hatten.„Warum sollten wir das nicht aussprechen? sagten sie.Ein gemeinschaftliches Glaubensbekenntniß wird unser Volkberuhigen, welches allzuleicht in dem kleinsten Unterschiede

3) 1LS6.

4) Basel wurde durch Mycouius uud Grynäus vertreten, Zürich durchBullinger und Leo Judä, Bern durch Megander, Schaffhausen durch Ritter uud Burgauer, St. Gallen durch Fortmüller, undMühlhausen durch Gemuseus.