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geben mehr Fleisch und Wolle, aber beides von etwas geringererBeschaffenheit; auch haben sie, was, wie wir gesehen, bei denEngländern wohl beachtet wird, stärkere Knochen als die Leicestcr-Schafe, welchen hauptsächlich der Vorzug eines verhältnißmäßigkleinern Gewichts der Knochen gegenüber von Fleisch zukommt.So finden noch eine Menge Abstufungen unter den langwolligenSchafen statt. Es wird bei denselben jetzt immer mehrMf Körper-größe hingearbeitet.
Neben langwolligen Schafen trifft man meistens auch dieHaltung von Southdowns und es scheinen sich diese sehr zu ver-breiten. In einem großen Durchschnitte kann man annehmen,daß die langwolligen Schafe für sehr kräftiges mastes Land, dieSouthdowns für minder kräftiges vorgezogen werden, weil letztere— von härterer Körper-Konstitution — auch bei weniger sorg-fältiger Haltung gut gedeihen und weniger reichliche Nahrungerfordern. Sie sind zwar im Durchschnitt kleiner als die langwol-ligen , allein bei besserer Ernährung ist ihre Körperbeschaffenheit sehrvervollkommnet, weit vorzüglicher als bei denjenigen, welche mirin Deutschland von dieser Nacc schon vorkamen, und ihre Körper-größe kann bei guter Haltung beinahe mit derjenigen als gleichangenommen werden, welche die langwolligen Schafe in schlechterHaltung zeigen.
An Wolle liefern die langwolligen Schafe etwa doppelt soviel, als die kurzwolligcn Southdowns; dagegen ist der Preisder Southdowns-Wolle beinahe doppelt so hoch, als der derLangwolle.
Der Ausländer hat es bei Verglcichung beider Raccn sehrin die Waagschaale zu legen, daß die englische Langwolle alsKammwolle ihre eigenthümlichen — die Southdowns-Wolle abergegenüber von den gewöhnlichsten Kurzwollen des Festlandes keineVorzüge habe. Im Durchschnitt liefern die langwolligen Schafeetwa 6 höchstens 7 Pfd. Wolle pr. Stück zu etwa 5 Pfd. Sterling