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in England überhaupt dem unermüdlichen Laudon in London .Ohne mich hier auf die weniger mit der Landwirthschaft in Be-ziehung stehenden größer» Park- und Gärtnereianlagcn einzulassen,werde ich mich daher mehr auf Anführung des allgemeinen Ein-drucks beschränken dürfen, welchen die Einrichtung der englischen Farmers-Höfe auf mich, als deutschen Landwirth , machte.
Die äußere Anlage spricht sich ziemlich allgemein — übrigensnatürlich nach Ausdehnung der Besitzung, Vermögendes Farmers rc.verschieden — so aus: Einfachheit, Zweckmäßigkeit und Nettigkeitsind mit Recht mehr berücksichtigt, als Symmetrie. Gegen dieStraße, welche zum Farmers-Hofe führt, zeigt sich die Hauptseitedes v.on Backsteinen erbauten Wohnhauses mit der Anfahrt unddem Eingänge zu demselben. Vor dem Hause ist ein größereroder kleinerer Lustgarten, einfach mit reinlichen Rasenparthicen undblühenden Gesträuchen, Blumen w. angelegt. An diesen schließensich auf beiden Seiten des Wohnhauses Gehölz- und Baumgruppenan, welche den auf den Seiten des Wohnhauses und hinter diesemsich ausdehnenden Oekonomie-Hof mit Oekonomie-Gebäuden, Z"welchen besondere Wege von hinten oder von der Seite führen,auch den immer vorhandenen höchst sorgfältig gehaltenen Küchcn-garten, maskiren, so daß der Ankommende nur das Wohnhausmit Garten erblickt, den Oekonomiehof aber nicht zu sehen, nocbweniger zu passiren hat. Nicht selten ist der Oekonomiehof auchvom Wohnhaus entfernter. Die Wohnräume der Bewohner, vor-züglich auch die eine Hauptparthie dabei ausmachenden Küchen,sind zur ebenen Erde; die gewöhnlichen Wohnzimmer gegen denHof, Besuchzimmer auf der vordem Seite des Hauses; über derTreppe sind hauptsächlich Schlafgemächer. Im Verhältnisse ZUden Besitzungen erscheinen die Wohnhäuser und Oekonomie-Gebäudegegenüber von den unsrigcn sehr klein und beschränkt, nieder,meistens nur einstöckig, daher mit wenig Bauaufwand verknüpft'Es ist dieses Folge der einfachen Wirthschaftsweise, weil