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1/1825 (1825) Von des Volks Ursprung / durch Johann von Müller
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408
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1. Buch. Vierzehntes Capitel.

tes , den wir nicht wissen, ihren Einbildungen gemäßleiten zu wollen; viele verwarfen die Fortpflanzung desmenschlichen Geschlechts, welche in diesem Leben Gescßder Natur ist-, andere, um dem Versöhner vollkommenähnlich zu werden, hielten eigene Erduldnng eines ge-waltsamen Todes für nothwendig zweytcns, durch

unvorsichtige Anwendung dieser kehren auf weltliche Ver-fassungen, deren Lanteningszeit nicht gekommen war-Hieraus erfolgten blutige Aufruhre, der Tod vieler gu-ten Menschen, Lästerungen des mißverstandene» Glau-bens, und (wie menschlicher Schwachheit gewöhnlich)oft bey den Besten Ausartung des großen Gefühlsgeistlichen Stolz. Die, welche diesen Glauben haben,dürfen entweder nicht in der Welt leben, oder sie müs-sen auch in Verwaltung des gemeinen Wesens durchGeistesgegenwart und edlen Muth allen andern vorleuch-ten -75). .

Als Arnold von Brescia über das Gebirg nach Bur-gund kam, fand er in dem Hvchstift Lausanne schon äl-tere Schüler der mystischen Lehre *7 6). Hierauf wurdeer von den Zürichern gehört; seine Lehre in dem ganzenGau und in dem Herzvglhum Schwaben von vielen Bär-

-7->) Dieses aus der Aussage Gerhards, >- o. Doch kau» derErzbischof feurige Ausdrücke vou Selbstkrcuzignng.und v»>unothwendige» Tod unsc^ Ich mißverstanden haben, wo »ic^wirklich die menschliche Thorheit auch hierauf gekommen-Die Menschen sind viel z„ geschäftig, und beurtheilen Gott Mseht nach sich, um das Lerdienst Christi anzunehmen und un-bekümmert ihre Geschäfte zu thu»; sie habe» immer viel hin-zugcküiistvlt.

r7s) Auch ci.n großer Staatsmann kau» Mystiker seyn; es istnichts, das der menschliche Geist nicht vereinige» kviiiie-

27«) Gerhard hatte roz7 i„ den benachbarte» Bergen gelebt'>s war Hamich in dieser Gegend «.F ü ß l i u s Äircheugctch-der mitti. Zeit).