§5o I. Buch. ScchSzehntes Capitel.
serliche Hofgericht mochte ihr Urtheil ändern. In demallen waren die Berner vielen andern Bürgerschaftengleich.
Geist. (Bc- Die Natur des Landes machte einen Unterschied.
lche. deö Wenn man von Bern Uechiland hinauf zieht, erheben sich
veü"^" auf beiden Seiten des Thals der Aare viele Burghal«den 7 0 und nicht unbeträchtliche Berge, zwischen wcl-chen aus lieblichen Thälern viele befruchtende Wasserhervor fließen. Bey Thun steht ein See, bei hundertund zwanzig Klafter tief, und wie fast alle Helvetische"Wasser stürmisch. Die Berge des östlichen Ufers laufenan den großen Stock der hohen Alpen ; im Westen wal-zen unter dem Namen der Kander viele vereinigte Alpen«Wasser unglaubliche kästen von Sand und Steinen daher,wodurch sie längs dem Eingang der Thäler ein Feld auf-häufen. Voran am Ecbirg stellt sich das Stockhorn dar,Markstein der Alpen gegen das niedrigere Uechiland;sechstausend siebenhundert sieben und sechszig Fuß überdas Meer. An seinem Fuß fließt aus den Thälern ihresNamens die Cibne 7 4). Jenseits der Sibne sieht mandas Nicseuhorn aus einer finstern Waldung das zuge>spitzte Haupt bey achtzig Fuß über Stockhorn erhebe",Meist aus einem Wolkenkranz emporsteigend 7 4,,). An sei-nem Fuß führt die Kander aus Frukigenthal und Kander -sieig die wilden Wasser hervor. Don dem Niesen steigtaus dem See und jenem Schuttfeld ein sanfter Berg, derAbendberg , anmuthig auf; die Wellen brechen an sei'nem Fuß, die Heerden grasen seinen Rücken, er endigetfast wo der See, in einem lebhaft grünen Thal. Durchdieses wallt in mächtigen Fluthen die Aare in den Th»'ner See aus dem von Brienz. Der Brienzer See füllt
7r) Provincialwort; Hügel, auf welche» Dingen gewesen,
?4) Sibeitthal.
74V) Mir folgen mit gegründetem Vertrauen den Messungen deöHrn. Prof/Tralles.