5/2 I. Buch. EiebcnzehnteS Capitel.
c-Wie der Bey dem Verfall des von so vielen Aebten mit bewun«Alttrwarb. derungs'lvürdigem Geist lind Mull) verwalteten Stiftsju S, Gallen, vergaß der König nicht, wie Vortheil«haft dessen Erniedrigung der Grafschaft Kibnrg werdenkönnte. Abt Berchrold von Falkciistein, mit welchemer ehemals durch kluge Freymürhigkeit jene schnelle Frie-(Zustand S- denshandlung schloß, und welcher, ein besserer Fürst
Galle,, ), ais Abt, vornehmlich auf Ritterschaft und Weltehrehielt'""), war in seinem Alter, da er Meister Michelseinen Leibarzt verloren, im Flor des von ihm hergestell-ten Klosters nach vier und zwanzigjähriger Herrschaftgestorben -4 6). Arme Leute hatten seinen Leichnam dieTreppe herunter gezogen; für die Ruhe seiner Seele wa-ren kaum vierzehn Pfennige dargebracht worden; weiler zwar S. Gallen an denen, welche seines Unglücksfroh waren, männlich gerochen, viele Burgen erkauft,viele Thürme gebauet'-^), und mehr als vierzehnhun-dert Mark jährlicher Einkünfte hinterließ, aber die Liebeder Bürger und Landleute"») zu erwerben vernachlaßig-te^»). Nach seinem Tod weihete Eine Partey seinenVetter Heinrich von Wartenberg auf S- Gallen Altar,von reichern und starker» wurde auf S. Olhmars AltarUlrich von Güttingen geweihet, von jedem viel verpfän-det, viel verwüstet und sein Gegner gebannt. Man sah
L»L) Urtheil des Papstes von ihm; bcv Küchenmeister
monasl. 8. 6.
246) irrt; Lschudi, welchen wir nicht als den EinzigenJahrbuchschreiber einer Sache, aber als bey weitem den ge-lehrtesten und vorsichtigsten anzuführen pflegen.
2 ->?) Blatten am Rhein , Stcltcnbcrg bey Berück, und, nichtweit von da, Heldebcrg, hat er gcbanct; Hansen, das Lehenvon Berück, Siugenberg und Hagcnwpl dem Kloster erwor-ben; Eben ders. i-«7,
24«) Daher er zu Lindau einst gefangen wurde, und S. Gallenmit Appenzell , ja Wyl, Roschach und Wangen wider ihn ver-bunden waren; Eben ders >»7o.
»av) Küchenmeister.
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