620 I. Buch. Achtzehntes Capitel.
am andern Ufer der Aare abwärts gesandt, welcher bey. Morblaufen hinüber setzte; dieser zog an dem Walde Vrcm«garten bin, und überraschte'"!-). Die feindlichen Ritter,hingerissen durch den Schrecken ihrer Pferde, oder bey.demnie gesehenen Anblick der Begeisterung des Kriegsvolksder Stadt, von Staunen starr, von Furcht betroffen, ,flohen oder wurden fast ohne Widerstand'"«) erschlage,,:das Fußvolk von den Jünglingen ereilt, umringt undgefangen. Das Glück dieses Tages wurde bey Ober-Wangen entschieden "'). Siegstolz brachten sie unter Er-lach das Geprang achtzehn erbeuteter Banner und ihreentwaffneten Feinde Greisen und Müttern zur Schau.Die Banner trugen sie in Vincenzen Münster zum Dankdem Gott ihres billigen Kriegs.
120b) Eine durch F. L. Haller's sorgfältigen Fleiß aufbewahrteSofie- Die Gebeine bestätigen sie, welche in der Mußmat-te, wo diefe stritten, gefunden worden sind.iLvo) Einen Todten, Einen Gefangenen verloren die Berner-
irr) Jenes erhellet aus der in der c?Lr«n,'ca L.rn» (hintenan dem Jahrzcitbuch des Münsters, welches der 6»sco» Phuntim I. 1Z2Z schreiben lassen) weit über Tscbachtlan'S undSchilling's Zahl angegebenen Menge der Gefangenen. Nachletzten» fielen 3 «o wurden gefangen. Der Chronik zu-folge, welche nur -5 Jahre jünger als die Begebenheit ist, wa-ren der Erschlagenen 60, der Gefangenen aber >soo. (Ver-muthlich wurde diese Waffcnthat von dem spätern Tschachtlanmit einer andern verwechselt). Gebeine, zerbrochene Schlacht,schwcrter, sind tausend Schritte herwärts dem Donncrbühelvor etwa dreyßig Jahren in einer Sandgrube gefunden wor-den (F. L. Hall er). Der Zeitpunct und die Veranlassungdieser Schlacht sind einige», Zweifel ausgesetzt. Oberwangc»wird in der genannt; hierin wird sie durch das Lied
über den Sieg bey Fraubrunnen (ap- 'LaelniU. 1376)bestätiget-
I'r^a »nü dir lisn idi bissagk,
lVlin Ilut (Haut) Auwald lr^ unvcrragl,
-s» Lis,,, L« ;
»„> d/ s-r (der Bär spricht).