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1/1825 (1825) Von des Volks Ursprung / durch Johann von Müller
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642
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64 , I. Buch. Achtzehntes Capitel.

Ehe Baumgarten gefunden wurde/ und ehe das Zu-sammenstehen der Männer von Art Geßlern erlaubte/ denTodschlag des Burgvogts zu rächen / als Frau Marga-rets) Hcrlobig/ die Stauffacherin / mit Unruhe bedachte,wie dieser gewaltlhätige Mann ihr Haus beneidet, redetesie mit ihrem Mann (alte Sitten gaben den Hausfrauenmännlichen Sinn), und bewog ihn, dem drohenden Un-fall vorzukommen. Werner Stauffacher fuhr über denSee in das Land Uri zu seinem Freunde Walkher Fürsivon Akiinghausen, einem reichen 6) Landmann. Erfand einen jungen Mann von Muth und Verstand beyihm verborgen; vo.n diesem erzählte Walthcr seinemFreund: „er sey ein Unkerwaldner aus dem Melchthal, in„weiches man von Kerns hereingebe; er heiße Erni„an der Halden, und sey ihm verwandt; um eine ge-„ringe Sache, die Ernt gethan, habe ihn Landenberg um„ein Gespann schöner Ochsen gebüßt; sein Vater Hcin-„rieh habe diesen Verlust sehr bejammert; auf dieses„habe des Vogts Knecht gesagt, wenn die Bauern Brot„essen wollen, so können sie selbst an dem Pflug ziehen;„hierüber sey Erm das Blut aufgewallt; er habe mit„seinem Stock dem Knecht einen Finger gebrochen;„darum verberge er sich hier; indeß habe der Vogt sei-„nem alten Vater die Augen ausstechen lassen." Hier-auf klagten sie einander sehr, daß alle Billigkeit mehr undmehr unter die Füße getreten werde; und Wallher be- .zeugte, auch der hvchcrfahrne Herr von SIltiughausen sage,die Neuerungen werden unerträglich: wohl glaubten sie,daß der Widerstand grausame Rache über die Waldstettebringe» könnte, doch kamen sie übereilt, Tod sey besserals ungerechtes Joch dulden * ' 8). r^her diese Gedan-

rm) Tschudi iZ'7.

r>7) LandcSanSsprache des Namens Arnold.

r >8) ES ist bis auf Misere Tage zu Uri ei» HanS gezeigt worden,wo die Retter der Freyheit sich nächtlich versammelten.